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16. Juni 2020 | 15:41 Uhr
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Früherer Azamara-Chef ist skeptisch zu Kreuzfahrt-Zukunft

Larry Pimentel, bis April CEO von Azamara, der Kreuzfahrttochter von Royal Caribbean Cruises, glaubt, dass es nicht Monate, sondern mehrere Jahre dauern wird, bis sich die Branche von dem Corona-Schock erholt. Als erstes könnten wohl große Schiffe den Betrieb mit Kurzreisen zu Privatinseln den Betrieb wieder aufnehmen. Auch für kleinere Luxusschiffe, die entlegenere Regionen bereisten, gebe es Chancen. 

Viele Schiffe würden nicht in den Markt zurückkehren, sagt der frühere Kreuzfahrtmanager im Gespräch mit dem Fachportal "Travel Weekly" voraus. Denn den Reedereien fehlten dringend benötigte Einnahmen. Selbst im kommenden Jahr werde man an vielen Kreuzfahrtgästen nur über den Bordverkauf Einnahmen generieren, denn sie lösten dann ihre Gutscheine für in diesem Jahr abgesagte Reisen ein, so Pimentel. Deshalb werde die Kreuzfahrtindustrie ein "schreckliches Jahr 2020 und ein schreckliches Jahr 2021 erleben.

Auch die Indienststellung neuer Schiffe werde in nächster Zeit nahezu zum Erliegen kommen, vermutet der Kreuzfahrtexperte. Die 19 neuen Schiffe brauche im Moment niemand. Langfristig werde sich die Nachfrage aber erholen. "Das habe ich über die Verbraucher gelernt: Sobald sie sich wieder ein wenig sicherer fühlen, kommen sie zurück, wenn sie attraktive Angebote erhalten."

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