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3. April 2020 | 13:02 Uhr
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FTI erhält frisches Geld von Bund, Ländern und Hausbank

Mit zusätzlichen Mitteln seitens der Gesellschafter sowie Krediten der Hausbank Unicredit und der Länder Bayern, Thüringen und Berlin will die Nummer drei im deutschen Reisemarkt die nächsten zwölf Monate meistern. Firmenchef Dietmar Gunz (Foto) will "möglichst schnell zur Teil-Normalität zurückkehren".

Gunz Dietmar

Freut sich über die Geldspritze in nicht genannter Höhe: Dietmar Gunz

Zur Höhe der Geldspritze macht FTI keine Angaben. "Die Folgen der Coronavirus-Pandemie stellt uns vor immense menschliche, organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen. Parallel zu unseren innerbetrieblichen Maßnahmen in allen Unternehmensbereichen, inklusive Kurzarbeit, sind wir jetzt aber vor allem dank der finanziellen Unterstützung durch eine Bundes- und Landesbürgschaft und der begleitenden Bank Unicredit mit einem nachhaltig und langfristig angelegten Finanzierungspaket auf die schwierige Situation vorbereitet", sagt Firmengründer Dietmar Gunz.

Übernimmt Samih Sawiris die Mehrheit?

Die FTI Group hat im vergangenen Geschäftsjahr rund 4,1 Milliarden Euro umgesetzt. Gesellschafter sind zu rund zwei Dritteln Dietmar Gunz und seine Frau Roula Jouny und mit etwa einem Drittel der ägyptische Investor und Orascom-Gründer Samih Sawiris. Die Welt berichtet, dass Sawiris angeblich die Mehrheit der FTI Finanzholding übernehmen wolle.

FTI hatte zuletzt nach eigenen Angaben 65.000 Gäste außerplanmäßig aus dem Urlaub zurückgeholt. Bis mindestens Ende April können nun keine weiteren Reisen angetreten werden, von April bis Ende Juni herrscht bei FTI Kurzarbeit. „Wir werden uns aber nun mit voller Kraft darauf konzentrieren, fit zu bleiben und unseren Kunden und Agenturpartnern eine große und vielseitige Urlaubsauswahl voll attraktiver Angebote für die Zeit nach Ende April bereitzustellen“, kündigt Geschäftsführer Ralph Schiller an. Zudem wolle man „alles daran setzen, dass wir nach Aufhebung der Reisewarnung in den Zielgebieten, den Hotels und mit unseren Partnern möglichst schnell zur Teil-Normalität zurückkehren“, sagt Gunz.

"Dynamische Angebotspalette" für den Sommer

Aktuell werde das Angebot für Herbst 2020 aufgestockt  und die Wintersaison 2020/21 in allen Zielgebieten optimiert, so der Firmenchef. Gleichzeitig baue FTI "dynamisch eine Angebotspalette für den Sommer 2020 auf, um auch dann mit gewohnter Vielfalt buchbar zu sein, wenn wir die Coronakrise schneller als vermutet überstehen sollten".

Buchungen mit Abreise im Zeitraum zwischen 1. April und 30. Juni können Kunden auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, kündigt FTI an. Die Umbuchung müsse bis spätestens zehn Tage vor Abreise erfolgen. Der späteste Rückreisetermin des "neuen" Urlaubs müsse dabei der 30. April 2021 sein.

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