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22. Oktober 2019 | 08:00 Uhr
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FTI wächst wieder zweistellig und hofft auf mehr

Die FTI-Gruppe wird das Jahr mit einem konsolidierten Gesamtumsatz von 4,1 Milliarden Euro abschließen, sagen Geschäftsführer Dietmar Gunz (links) Ralph Schiller (rechts). Das bedeute ein Plus von mehr als zehn Prozent. Die Cook-Pleite sei ein „Game Changer“, von der auch FTI profitieren werde. Es sei aber noch zu früh, „das Fell des Bären zu zerlegen“.

Dietmar Gunz Ralph Schiller FTI Geschäftsführung

FTI-Chefs Dietmar Gunz (links) und Ralph Schiller (rechts) rechnen mit einer Umverteilung des Marktes

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Noch läuft das touristischen Jahr, doch für das Veranstaltergeschäft registriert Schiller ein Umsatzplus von zwölf Prozent. Die Zahl der Gäste sei um acht Prozent gestiegen. „Das heißt, wir haben für vier Prozent teurer verkauft, so Schiller. Besonders stark gewachsen seien Buchungen

„Der Veranstalterbereich über alle Quellmärkte hat uns dieses Jahr mit einer Steigerung von rund zwölf Prozent bei den Umsatzzahlen ein gutes, organisches Wachstum beschert“, so Gründer und CEO Dietmar Gunz. Gewinner unter den Reisezielen waren die Mittelstrecke die Türkei und Griechenland und auf der Langstrecke Kuba, Nordamerika und Thailand.

Online-Anteil steigt auf über 40 Prozent

Der Löwenanteil der Reisen wird über Reisebüros und Reiseportale verkauft. Dabei geht der Shift von Offline zu Online weiter, so Schiller. Zwar gebe es auch im stationären Vertrieb einen Umsatzzuwachs um acht Prozent, die Onliner seien aber stärker gewachsen. Der Anteil des Internet-Vertrieb, direkt und über Portale, liege mittlerweile bei 40 bis 45 Prozent.

Im neuen Jahr setzt FTI auf die bekannten Ziele Ägypten, Türkei und Kuba. In Ägypten steht das Ferienresort Taba Heights des FTI-Gesellschafters Samih Sawiris im Fokus, das wegen eines Warnhinweises des Auswärtigen Amts lange nicht angeboten wurde. Der ist mittlerweile gestrichen und die Feriensiedlung zwei Stunden von Sharm el-Sheikh für deutsche Kunden wieder geöffnet.

Cook-Pleite weckt Hoffnungen auf Umverteilung

Die Insolvenz von Thomas Cook ist für Ralph Schiller ein „Game Changer“. Zwar sei man gut beraten, besonnen vorzugehen und es sei zu früh, „das Fell des Bären zu zerlegen“. Dennoch werde FTI vom Marktaustritt des Wettbewerbers profitieren. „Wir werfen aber keine Zahl in den Ring, das ist nicht angemessen.“

Schließlich wisse heute noch niemand, ob doch noch ein weißer Retter gefunden werde. FTI komme dafür nicht in Frage, so Schiller, mit einer Übernahme der deutschen Veranstalter „setzen wir uns derzeit nicht auseinander“.

Andererseits gehe es darum, zweieinhalb Milliarden Euro Umsatz im deutschen Markt neu zu verteilen. Und da will natürlich auch FTI nicht zurückstehen. 80 Prozent des Hotelportfolios von Thomas Cook seien bereits bei FTI buchbar, darunter Iberostar, Sunrise und Casa Cook.

Vertrauen in Veranstalterreise vorhanden

Trotz Cook-Pleite sieht FTI das Vertrauen der Deutschen in die Veranstalterreise nicht erschüttert. Die Neubuchungen für das kommende Jahr zeigten auch in den vergangenen Wochen ein sattes Plus. „Wir liegen bereits jetzt bei einem sehr guten, prozentual zweistelligen Umsatzplus“, freut sich FTI-Chef Gunz. Die Pauschalreise sei nach wie vor die sicherste und komfortabelste Reiseform für Urlauber.

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