Gen Z lehnt Intransparenz bei Reise-KI ab
Die HBX Group hat mit Professoren der Uni New York untersucht, was die Gen Z beim Reisen von Personalisierung erwartet. Laut Report wünschen sich 1997 bis 2012 Geborene Technik als "Reisepartner", nicht als Entscheider. 66 Prozent stehen personalisierten Empfehlungen positiv gegenüber.
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Technik soll beim Reisen "Partner" sein und nicht Entscheider, finden die meisten Vertreter der Gen Z
Die HBX Group, die unter anderem große Bettenbanken wie Hotelbeds, Bedsonline, The Luxurist, Roiback and Civitfun betreibt, beschreibt eine Generation, die Personalisierung schätze, wenn sie transparent, stärkend und authentisch wirkt. Gen Z wolle nicht, "dass Technik für sie entscheidet", sondern Unterstützung, die Werte respektiert und Orientierung gibt.
"Für die Generation Z geht es bei Personalisierung nicht um Algorithmen, sondern um Verständnis", sagt Javier Cabrerizo, Chief Strategy and Transformation Officer der HBX Group. Er betont, gefragt seien Marken, die technische Präzision mit menschlicher Authentizität verbinden und Beziehungen auf Vertrauen und Transparenz aufbauen. Die Zukunft des Reisens sei "kollaborativ, datenbasiert und nutzerzentriert", so Cabrerizo.
Urlaub dominiert, Budgets sind oft klar definiert
Die Untersuchung kombiniert quantitative und qualitative Daten und bezieht sich auf Reisende der Jahrgänge 1997 bis 2012. Die meisten Befragten reisen privat: 65 Prozent unternehmen Urlaubsreisen, 28 Prozent reisen vor allem, um Familie und Freunde zu besuchen.
Auffällig ist die Rolle des Budgets. 31 Prozent geben nach eigenen Angaben pro Jahr 1.000 bis 2.500 US-Dollar fürs Reisen aus, weitere 24 Prozent 2.500 bis 5.000 US-Dollar. Jeder fünfte Befragte liegt bei mehr als 5.000 Euro jährlich. Reisen ist damit offenbar für viele ein Konsum-Schwerpunkt.
Personalisierung ja, aber ohne verdeckte Werbung
Die Mehrheit bewertet personalisierte Empfehlungen positiv. 26 Prozent sind "sehr" dafür, 40 Prozent "befürworten" ihre auf Interessen zugeschnittene Inhalte. Zustimmung begründen viele mit Relevanz, Komfort und Inspiration durch passende Vorschläge.
Skepsis entsteht, wenn der Eindruck von Intransparenz oder verdeckter Werbung aufkommt. Neutrale oder kritische Befragte nennen den Wunsch, Kontrolle über Entscheidungen zu behalten, sowie Misstrauen gegenüber versteckter Werbung.
"Die Daten zeigen, dass die Generation Z Personalisierung nicht ablehnt – sie lehnt Intransparenz ab", sagt Cabrerizo. Diese Generation verlange Klarheit, Kontrolle und Sinnhaftigkeit. Unternehmen, die Transparenz von Beginn an verankern, könnten Vertrauen und Loyalität gewinnen.
Was ankommt – und was stört
Als Grenze zwischen "nützlicher" und "nerviger" Personalisierung nennt die Studie drei Faktoren: Authentizität, Empathie und Kontext. Junge Reisende reagieren demnach besonders auf Angebote, die Bedürfnisse antizipieren, Budgets berücksichtigen und eine Verbindung zu lokaler Kultur schaffen.
Auf Ablehnung stoßen dagegen generische Werbebotschaften und unpersönlich wirkende E-Mails: 55 Prozent reagieren darauf negativ. Ebenso unerwünscht sind aufdringliche Werbung in sozialen Medien oder störende Pop-ups.