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13. März 2020 | 07:00 Uhr
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Gläubigerversammlung winkt Condor-Deal durch

Die Mehrheit der Gläubiger des Ferienfliegers hat dem Plan für die Übernahme durch das Mutterunternehmen der Airline Lot, PGL, am Donnerstag zugestimmt. Der Weg für die Zukunft unter dem neuen Eigentümer und die fristgerechte Rückzahlung des Kredits über 380 Millionen Euro sei somit frei, sagt Sachwalter Lucas Flöther.

Condor Boeing 767

Die Gläubiger stimmen der Condor-Übernahme durch PGL zu

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Der Schutzschirmplan war am 11. Februar beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingereicht worden, um Condor für den weiteren Betrieb ohne Thomas Cook aufzustellen, nachdem der frühere Mutterkonzern im September Insolvenz angemeldet hatte. Die PGL), zu der unter anderem die Fluggesellschaft LOT gehört, hatte am 24. Januar einen Kaufvertrag für Condor unterschrieben.

Der geplante Deal war in der deutschen Reisebranche allgemein mit Erleichterung aufgenommen worden, weil Condor für die Veranstalter ein wichtiger Flugpartner ist. Andere Airlines, darunter Lufthansa, hatten die Übernahme von Condor durch den polnischen Staatscarrier dagegen kritisiert. Die Fluggesellschaft Lot sei in der Vergangenheit mehrfach vom polnischen Staat gerettet worden, weil sie kein tragfähiges Geschäftsmodell mehr gehabt habe, schrieb Lufthansa in einer an Politik und Öffentlichkeit gerichteten Veröffentlichung vom Montag. Grundsätzlich verzerre diese dauerhafte Überlebenshilfe nicht nur den Wettbewerb, sondern schade auch dem Klima, weil die dringend notwendige Konsolidierung der Branche in Europa behindert werde.

Zuletzt hatte der "Spiegel" spekuliert, OPLG prüfe einen Rückzieher bei Condor, weil der Wert der Airline im Zuge der Krise durch die Ausbreitung des Coronavirus deutlich gesunken sein dürfte. Mit dem Kaufpreis muss der neue Eigentümer auch den vom Bund und dem Land Hessen zur Verfügung gestellten Kredit zurückzahlen. Condor hatte mitteilen lassen, sie sehe sich von der Coronakrise derzeit nicht betroffen. Man fliege nicht in die Risikogebiete und habe bislang keinen einzigen Flug gestrichen, erklärte eine Sprecherin dem „Spiegel“. Die Auslastung sei mit rund 90 Prozent stabil. Spätestens mit dem Einreisestopp für EU-Bürger durch die USA dürfte sich das allerdings geändert haben. Der Ferienflieger steuert in den Vereinigten Staaten zahlreiche Ziele an.

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