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19. Oktober 2020 | 07:00 Uhr
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Hurtigruten gliedert Expeditionskreuzfahrten aus

Die separate Einheit Hurtigruten Expeditions soll von Asta Lassesen (Foto) geleitet werden, die derzeit die kaufmännische Leitung von Hurtigruten innehat. Über die Besetzung der Sparte Postschiffkreuzfahrten, die dann unter Hurtigruten Norwegen firmiert, muss noch entschieden werden.

Lassesen Asta

Asta Lassesen leitet künftig die Expeditionskreuzfahrtsparte von Hurtigruten

Nach dem verpatzten Neustart mit Corona-Ausbrüchen an Bord der „Roald Amundsen“ im August stellt CEO Daniel Skjeldam die Traditionsreederei neu auf und zeigt sich für die Zukunft optimistisch. „2020 ist ein hartes Jahr für jeden in der Reisebranche. Aber der Rückschlag ist nur vorübergehend. Für die zweite Hälfte des Jahres 2021 und darüber hinaus sehen wir eine starke Nachfrage in allen Märkten und für alle Reiseziele, einschließlich der norwegischen Küste, der Arktis und der Antarktis“, sagt der CEO der Hurtigruten Group. 

Neue Struktur soll Wachstum fördern

Die Nachfrage spiegele die Prognose wider, „dass Expeditionskreuzfahrten mit all unseren Vorteilen wie kleineren Schiffen, mehr Flexibilität und weniger Gästen nach Covid-19 noch beliebter werden“, so Skjeldam weiter. Die Gründung eines eigenen Unternehmensbereichs für dieses Geschäft soll halfen, das prognostizierte Wachstum voranzutreiben. Die Expeditionskreuzfahrt-Flotte von acht Schiffen bereist neben Arktis- und Antarktis-Routen wie der Nordwestpassage, Grönland, Norwegen und Spitzbergen auch. 

Einige neue Routen

Auf der Postschiffroute über 2.500 Seemeilen zwischen Bergen im Süden und Kirkenes an der russischen Grenze im Norden werden wie bisher 34 Gemeinden entlang der zerklüfteten norwegischen Küste angefahren; mit lokalen Reisenden, Warentransport und Kreuzfahrtgästen. 2021 betreibt Hurtigruten die Postschiffroute mit sieben Schiffen. Ein CEO für die nunmehr separate Einheit solle noch ernannt werden, teilt Hurtigruten mit. Auf diesen Routen konkurriert Hurtigruten künftig mit der Reederei Havila Shipping, die bei einer Ausschreibung des norwegischen Staates den Zuschlag für die Hälfte des Geschäfts bekommen hatte und derzeit die notwendigen Schiffe bauen lässt. 

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