Hurtigruten steigert Ergebnis deutlich
Hurtigruten hat 2025 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg von 50 auf 90 Millionen Euro, der Umsatz um zwölf Prozent auf 502 Millionen Euro. Im deutschsprachigen Raum legten vor allem sogenannte Signature-Reisen und B2B-Buchungen kräftig zu.
Hurtigruten
Hurtigruten, hier das Schiff Trollfjord, verzeichnete im vergangenen Jahr einen Zuwachs bei Umsätzen und dem operativen Ergebnis
Insgesamt reisten 2025 rund 222.000 Gäste mit Hurtigruten, sechs Prozent mehr als im Jahr zuvor. Parallel stärkte das Unternehmen nach eigenen Angaben seine finanzielle Basis. Ein wesentlicher Teil der Verbindlichkeiten sei in Eigenkapital umgewandelt worden, berichtet Hurtigruten. Zudem stellten die Eigentümer zusätzliches Kapital bereit, neue Finanzierungen wurden bis 2030 verlängert.
Eigenständig nach Trennung von HX
Nach der Trennung von HX, ehemals Hurtigruten Expeditions, agiert Hurtigruten als eigenständiges norwegisches Reise- und Transportunternehmen. Das Kernprodukt bleibt die klassische Postschiffroute zwischen Bergen und Kirkenes.
Ergänzt wird das Angebot durch sogenannte Signature-Reisen nach Spitzbergen und zum Nordkap. Diese Reisen setzen auf weniger Stopps, längere Liegezeiten und All-Inclusive-Leistungen. Auf Spitzbergen bietet Hurtigruten zudem Unterkünfte sowie Erlebnisse an Land an.
DACH-Geschäft legt zu
Auch im deutschsprachigen Raum wuchs Hurtigruten 2025. Der gebuchte Umsatz stieg im Jahresvergleich um knapp zehn Prozent. Noch deutlicher fiel das Plus bei den Signature-Reisen aus. Sie legten um 32 Prozent zu. Im B2B-Geschäft meldet Hurtigruten ein Umsatzplus von mehr als 40 Prozent.
CEO Hedda Felin sieht die Entwicklung als Bestätigung für den eingeschlagenen Kurs. "Die Zahlen zeigen klar: Unsere Veränderungen wirken", sagt sie. Das operative Geschäft sei stärker, die Umsätze wüchsen und die finanzielle Position habe sich spürbar verbessert. Das gebe Stabilität, um weiter auf Verlässlichkeit, Qualität und profitables Wachstum zu setzen.
Flottenumbau senkt Emissionen
Hurtigruten hat 2025 auch ein Modernisierungsprogramm für die Flotte abgeschlossen. In den vergangenen Jahren investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 150 Millionen Euro. Die Flotte umfasst nun zehn Schiffe, davon vier mit Hybridantrieb.
Seit 2018 sanken die CO2-Emissionen nach Unternehmensangaben um 29 Prozent, die Stickoxid-Emissionen um 69 Prozent. Fortschritte meldet Hurtigruten auch beim Abfallmanagement. Der Lebensmittelabfall sank von 70 auf 66 Gramm pro Gast. Rund 80 Prozent der Lebensmittel und 62 Prozent der Getränke beziehe das Unternehmen lokal von Lieferanten entlang der norwegischen Küste, berichtet Hurtigruten.
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