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31. Mai 2021 | 14:16 Uhr
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Impfwillige wollen digitale Zertifikate nutzen

Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom wollen drei Viertel der Impfwilligen, die ein Smartphone besitzen, digitale Impfzertifikate nutzen. Lediglich 15 Prozent, die eine Impfung wollen, haben kein Interesse daran. Unterdessen sind auch in Deutschland erste Fälschungen von Impfnachweisen aufgetaucht.

Corona Impfpass

Das Interesse an digitalen Impfnachweisen ist groß 

Insgesamt wollen laut der Umfrage unter gut 1.000 Bundesbürgern ab 16 Jahren 48 Prozent das digitale Impfzertifikat nutzen. 21 Prozent haben demnach kein Smartphone oder Tablet, 15 Prozent lehnen eine Impfung ab. 72 Prozent aller Befragten sind demnach auch der Meinung, das digitale Impfzertifikat komme zu spät.

Auch Bitkom-Präsident Achim Berg kritisiert, die Digitalisierung des Gesundheitswesens und der Verwaltung sei lange verschlafen worden, und die falle „den Menschen in Deutschland in der Pandemie auf die Füße“. Dass bereits Geimpfte ihr digitales Impfzertifikat nachträglich über den Hausarzt, ihr Impfzentrum, in der Apotheke oder per Post ausgestellt bekommen sollten, zeige, dass zu wenig digital gedacht werde. „Es ist völlig unverständlich, warum Geimpfte ihr Zertifikat nicht auch über einen digitalen Weg erhalten sollen – etwa über ein Online-Portal, bei dem anhand von Chargenummer, Name, Geburtsdatum und Impfdatum das Zertifikat beantragt werden kann“, so Berg.

Unterdessen sind bereits erste Fälschungen von Impfnachweisen aufgetaucht. Das berichtet die Nachrichtenagentur „DPA“. Zwar gebe es laut Bundeskriminalamt (BKA) noch keine bundesweiten Fallzahlen dazu – allein in Bayern sei aber „eine niedrige zweistellige Zahl von Verfahren, beziehungsweise Anzeigen bekannt“, meldet das Landeskriminalamt (LKA) in München. Im Vergleich zu sonstigen kriminellen Angeboten an Personal- und Ausweisdokumenten handele es sich bei der Fälschung von Impfbescheinigungen „noch um ein zahlenmäßig kleines Phänomen“, zitiert „DPA“ einen BKA-Sprecher. Eine Steigerung der Nachfrage und somit auch des Angebots von gefälschten Impfbescheinigungen sei aber aufgrund der gesetzlichen Lockerungen für Geimpfte wahrscheinlich.