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21. September 2016 | 13:25 Uhr
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Insolvenzverwalter baut Unister um und

Bei dem insolventen Portalbetreiber müssen rund 100 der derzeit 840 Beschäftigten gehen, kündigt Lucas Flöther an. Betroffen davon seien vor allem die Zentralbereiche der Gruppe, so der Insolvenzverwalter.

Flöther will Unister zudem restrukturieren und sich auf die Kernsparten Flug und Touristik konzentrieren. Die Non-Travel-Bereiche sollen ausgegliedert oder an Investoren übertragen werden. Die internen Strukturen will Flöther deutlich schlanker und transparenter machen.

"Die internen Prozesse der Gruppe haben dem rasanten Wachstum der letzten Jahre nicht Schritt gehalten", kritisiert der Insolvenzverwalter. So habe es für den Großteil der Gesellschaften seit langem keine geprüften Jahresabschlüsse mehr gegeben. Auch die Zahlungsströme und Verrechnungen zwischen den einzelnen Gesellschaften sind äußerst kompliziert und schwer nachzuvollziehen. "Das müssen wir dringend ändern."

"Wir wollen die gute Ertragslage nutzen, um die Gruppe besser und leistungsfähiger aufzustellen", sagt Flöther. Die Gläubiger hätten diesem Kurs zugestimmt. "Unser Ziel ist nicht der schnellstmögliche, sondern ein bestmöglicher Verkauf."

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