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23. April 2026 | 12:05 Uhr
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Intrepid Travel übernimmt französischen Veranstalter

Intrepid Travel hat die französische Altai Group vollständig übernommen und damit den bisher größten Zukauf seiner Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Der Kauf bringt Intrepid nach eigenen Angaben rund 61 Millionen Euro Umsatz und 35.000 zusätzliche Kunden pro Jahr.

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Die Altai Group hat sich naturnahes Reisen auf die Fahnen geschrieben

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Intrepid Travel hat mit der Übernahme der französischen Altai Group den bislang größten Zukauf der Firmengeschichte abgeschlossen. Verkäufer ist die Investmentgesellschaft von Julien Leclercq, der zugleich ein wichtiger Aktionär von Intrepid und Aufsichtsratsmitglied des Unternehmens ist. Leclercq ist außerdem Chairman des Sportartikelhändlers Decathlon.

Mit dem Kauf stärkt Intrepid die Position in Frankreich, einem der größten Märkte für Abenteuerreisen in Europa. Für den Veranstalter ist die Übernahme ein weiterer Schritt beim Ausbau in nicht englischsprachigen Märkten. Nach Angaben des Unternehmens ist Frankreich damit zum viertgrößten Kundenmarkt von Intrepid geworden.

Die Akquisition soll dem Unternehmen umgerechnet rund 61 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz bringen und die Kundenzahl um 35.000 pro Jahr erhöhen. Zugleich verspricht sich Intrepid weiteres Wachstum in französischsprachigen Märkten jenseits Frankreichs, darunter die Schweiz, Belgien und Kanada.

Altai bleibt mit seinen Marken erhalten

Die Altai Group hat ihren Sitz in Lyon und bietet naturbasierte, aktive Gruppenreisen sowie maßgeschneiderte Reisen an. Zum Unternehmen gehören die Marken Atalante, Altai Travel, Copines de Voyage und Les Aventureurs.

Altai arbeitet wie Intrepid mit einem vertikal integrierten Modell und organisiert einen großen Teil der Reisen über ein eigenes Netzwerk von Destination-Management-Gesellschaften. Intrepid stärkt damit auch seine operative Basis in Chile und Kanada. Hinzu kommt ein Standort in Montreal, der den Zugang zu französischsprachigen Reisenden in Québec verbessern soll.

Führung bleibt vorerst unverändert

Die Altai Group soll auch nach der Übernahme unter der Leitung von Managing Director Yann Wulser weitergeführt werden. Er berichtet künftig an Zina Bencheikh, Managing Director EMEA bei Intrepid. Kurzfristig bleibt die Gruppe in Frankreich ansässig und tritt weiter unter ihren bisherigen Markennamen auf.

Beide Unternehmen verbindet nach eigener Darstellung ein ähnliches Profil. Sowohl Intrepid als auch Altai setzen auf naturbasierte Abenteuerreisen und Trips, die lokale Gemeinschaften unterstützen. Beide sind zudem B-Corp-zertifiziert und verweisen damit auf soziale und ökologische Standards.

Für Intrepid ist die Übernahme ein weiterer Baustein einer länger angelegten Wachstumsstrategie, auch außerhalb der englischsprachigen Märkte. Erst im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen, dessen Hauptsitz sich im australischen Melbourne befindet, den niederländischen Reiseveranstalter Sawadee Reizen gekauft.

Christian Schmicke

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