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25. April 2023 | 07:00 Uhr
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Jedes zweite Reisebüro würde bei Datenmissbrauch kündigen

Würden Sie Ihre Reisebüroorganisation wechseln, wenn Sie feststellen, dass Ihre Buchungsdaten vertragswidrig weitergegeben wurden? So lautete eine Frage in einer aktuellen Umfrage von Reise vor9 und rund die Hälfte der befragten Reisebüros antwortete mit Ja.

Daten Datenanalyse

Reisebüros würden unterschiedliche Konsequenzen aus dem Missbrauch ihrer Daten ziehen

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"Auf jeden Fall" würden 36 Prozent der rund 300 Reisebüros, die an der Reise-vor9-Umfrage teilnahmen, ihre Reisebüroorganisation verlassen, als "wahrscheinlich" bezeichnen diesen Schritt weitere 16 Prozent. 31 Prozent erklären, dies käme darauf an, wie die Verantwortlichen auf die Vorwürfe reagierten. Hintergrund des Themas ist der langjährige Datentransfer von Buchungszahlen der Mitglieder an FTI durch die Zentrale der Kooperation RTK.

Lediglich 14 Prozent der befragten Reisebüros sehen oder sähen in dem Daten-Deal keinen Grund, um daraus Konsequenzen zu ziehen. In Kommentaren beurteilen die Umfrageteilnehmer, von denen knapp die Hälfte erklärte, ihr Büro sei sicher oder möglicherweise von der Affäre betroffen, höchst unterschiedliche Folgerungen. "Wir werden bei der kleinsten Datenpanne zur Rechenschaft gezogen und die "Großen" haben Narrenfreiheit", schreibt ein Kommentator mit drei Ausrufezeichen. Ein anderer sieht die Sache pragmatisch: "Mein Kooperationsvertrag läuft im Sommer 24 aus - somit hat die RTK ein Jahr Zeit, das Vertrauen wieder herzustellen."

Nicht alle sehen indes in der Praxis ein Problem: "Es entstehen mir, als Reisebüro, keine Nachteile. Jeder Inhaber muss und sollte seine Umsätze so steuern, wie er das für richtig hält. Sollten Veranstalter Goodies für Umsatzzuwachs anbieten, kann jeder Unternehmer frei entscheiden, was er macht", heißt es in einem Kommentar. Jemand anders schreibt mit leicht resignativem Unterton: "Wohin wechseln? Mir wäre der Aufwand zu groß." Der oder die Befragte ist nach eigenen Angaben als RTK-Mitglied von dem Deal betroffen und glaubt, dass Daten-Deals wie der zwischen RTK und FTI gängige Praxis sind.

Christian Schmicke

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