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30. Oktober 2018 | 14:31 Uhr
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LMX Touristik beendet Zusammenarbeit mit Aviro Air

Geschäftsführer Mario Krug zieht die Reißleine. Nach massiven Problemen mit Flügen zwischen Paderborn-Lippstadt und Hurghada schickt der Leipziger Veranstalter keine Kunden mehr mit der rumänischen Charterfluggesellschaft auf die Reise.

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"Sie machen kommendes Wochenende noch einen letzten Umlauf, dann war es das", versichert Krug. Am letzten Wochenende hatte es massive Probleme mit Aviro Air gegeben. Sowohl der Hinflug von Paderborn-Lippstadt nach Hurghada am 20. Oktober als auch der Rückflug eine Woche später klappten nicht. Beim Hinflug konnte das Flugzeug gar nicht erst von Paderborn aus starten. Die Crew pochte auf die Einhaltung der Ruhezeiten. "Das ist grundsätzlich auch korrekt", sagt der LMX-Chef, "aber dann müssen die Verantwortlichen eine Ersatz-Crew ordern". Auch das war nicht möglich, so dass die Passagiere per Bus nach Bremen gefahren wurden und von dort abflogen.

Beim Rückflug kam es für die 125 Urlauber aus Ostwestfalen noch dicker. Sie konnten erst am Dienstag mit mehr als zweitägiger Verspätung den Rückflug antreten. Die Airline gab der schwierigen Wetterlage über dem Mittelmeer die Schuld. "Die Maschine hätte in Athen zwischenlanden müssen und dort hätte es wieder Crew-Probleme gegeben. Das hätte zu einer außerplanmäßigen Übernachtung in Athen geführt, aber das wollten wir den Urlaubern nicht zumuten", erklärt Krug. Stattdessen übernahm man die Kosten für den unfreiwillig verlängerten Aufenthalt am Urlaubsort. "Wir haben versucht, den Gästen keinen unnötigen Umzug in eine neue Unterkunft zuzumuten, das hat auch geklappt, viele konnten sogar ihr Zimmer behalten", beteuert Krug.

Schadensbegrenzung ist angesagt

Ihm tue das alles sehr leid. Sein Flug-Team wollte schon nach dem Malheur beim Hinflug bereits die Notbremse ziehen und kurzfristig eine andere Airline buchen. "Wir hatten auch schon fast die Zusage von Air Arabia, aber dann musste deren Flugzeug überraschend in die Wartung und so blieb uns nur noch die Hoffnung, dass alles gut geht", berichtet Krug. Doch die Hoffnungen wurden enttäuscht. Nun gehe es um Schadensbegrenzung.

"Die betroffenen Urlauber können ihre Schadenersatzforderungen hinsichtlich der Flugverspätung bei der Airline einreichen, es gilt die EU-Fluggastrechteverordnung", sagt der LMX-Geschäftsführer. Ansprüche darüber hinaus, zum Beispiel, weil man zwei Tage nicht zur Arbeit gehen konnte, könnten selbstverständlich bei LMX eingereicht werden, betont Krug. Man werde alle Ansprüche prüfen, das sei der ganz normale Weg. Ob er dann wiederum Regressforderungen an Aviro Air stellen wird, ist noch nicht klar.

Andreas Förster

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