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1. Februar 2017 | 10:46 Uhr
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Lufthansa und Etihad intensivieren Zusammenarbeit

Die beiden Airlines weiten ihre Kooperation, die mit einem Codeshare-Abkommen für die Strecken Frankfurt – Rio de Janeiro und Abu Dhabi – Frankfurt sowie der Miete von 38 Maschinen der Etihad-Beteiligung Airberlin begann, auf die Bereiche Catering und Service aus. Die Lufthansa-Töchter LSG Sky Chefs und Lufthansa Technik sollen künftig für den Golfstaaten-Carrier aktiv werden. Das Catering-Unternehmen LSG soll die Belieferung von Etihad-Flugzeugen an 16 Standorten außerhalb Abu Dhabis übernehmen. Außerdem kündigten die Airlines an, dass Etihad an den Drehkreuzen Frankfurt und München an die Terminals von Lufthansa umzieht. Insgesamt wird das finanzielle Volumen der Zusammenarbeit im Bereich Catering während der zunächst vierjährigen Vertragslaufzeit auf 90 Millionen Euro beziffert. Für die Wartung, Reparatur und Generalüberholung von Flugzeugen wurde zunächst eine Absichtserklärung unterzeichnet.

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Um dies zu verbreiten, hatten beide Airlines eigens eine gemeinsame Pressekonferenz mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr und dem scheidenden Etihad-CEO James Hogan in Abu Dhabi anberaumt. Spohr bezeichnete die Kooperation im Servicebereich als Startpunkt, dem weitere Schritte folgen könnten. Hogan, der dem Vernehmen nach wegen der anhaltend hohen Verluste der von ihm eingefädelten Beteiligungen an Airberlin und Alitalia seinen Hut nehmen muss, kündigte an, man werde weitere Kooperationsmöglichkeiten zwischen Etihad und ihren Beteiligungen auf der einen, sowie Lufthansa auf der anderen Seite prüfen.

Für beide Fluggesellschaften markiert die nunmehr vertiefte Zusammenarbeit eine Abkehr von früheren Strategien. Etihad hatte bisher, von einige Ausnahmen wie Kooperationen mit Air France-KLM und Aer Lingus abgesehen, die Sicherung von Einfluss durch Beteiligungen anderen Partnerschaften vorgezogen. Und Lufthansa-Chef Carsten Spohr zählte, ebenso wie seine Vorgänger, zu den schärfsten Kritikern der rasch expandierenden Fluggesellschaften aus der Golfregion. Er warf ihnen vor, mit Hilfe staatlicher Subventionen das Geschäft anderer Airlines, die aus eigener Kraft existieren müssten, zu ruinieren. Zu diesem Thema sagte Spohr nun, die Kritik an der massiven Unterstützung von Gesellschaften durch ihre Staaten erhalte er weiter aufrecht. Doch auch, wenn man in manchen Punkten unterschiedlicher Meinung sei, zahle sich eine Kooperation zum beiderseitigen Nutzen aus.–

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