In den vergangenen Jahren hat Nicko Cruises ein rasantes Wachstum vorgelegt. 2025 kletterte der Umsatz um rund 20 Prozent und erreichte eine Größenordnung von 200 Millionen Euro. Für dieses Jahr hat sich Laukamp erneut ein Umsatzplus von 20 Prozent vorgenommen. Nicht nur die Einnahmen sollen steigen, sondern auch die Gästezahl.
Nicko hat 2025 und 2026 jeweils ein weiteres Flussschiff in Dienst gestellt. "Die zusätzliche Kapazität wird vom Markt mühelos aufgenommen", freut sich Laukamp. Und das, obwohl die Preise um drei bis fünf Prozent steigen. Der Anteil der Frühbucher wächst, so der Nicko-Chef. Der Auftragsbestand für dieses Jahr liege zweistellig im Plus, obwohl der Januar kein guter Buchungsmonat gewesen sei.
Die anhaltend positive Nachfrage hat Nicko Cruises dazu veranlasst, einen eigenen Neubau in Auftrag zu geben. Geplant ist ein Schiff für 212 Passagiere, das den Rhein von Basel bis Holland befahren soll. Die Kosten dafür liegen zwischen 30 und 40 Millionen Euro. Das noch namenlose Schiff soll 2028 in Dienst gestellt werden.
Mit der Nicko Spirit und Nicko Vision hat das Unternehmen bisher zwei Schiffe selbst gebaut. Das dritte Flussschiff soll im Bereich Design und Komfort neue Maßstäbe setzen. Geplant sind weitläufige offene Bereiche, drei Restaurants sowie Fitness- und Spa-Bereich. Modernes Interieur in Verbindung mit großzügigen Glasflächen und einem lichtdurchströmten Innenbereich stehen bei diesem Flusskreuzer im Fokus.
Laukamp denkt auch an ein weiteres Schiff für den Hochseemarkt. Dort ist Nicko Cruises derzeit nur mit der Vasco da Gama aktiv. "Wir sind auf der Suche nach einer Kapazitätserweiterung", so der Geschäftsführer. Konkret sei aber noch nichts. Auch im Hochseebereich spürt das Unternehmen eine hohe Nachfrage. Die Vasco da Gama spielt dabei ihre Größe aus. Sie kann viele kleinere Häfen anlaufen, die für Megaliner tabu sind. Besonders gefragt sind Nordland-Törns und Weltreisen.
Thomas Hartung
