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9. Juni 2026 | 14:36 Uhr
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Nicko Cruises will 2027 mit neuen Routen wachsen

Nicko-Cruises-Geschäftsführer Guido Laukamp (Foto) sieht das Flussgeschäft trotz aktueller Nachfrageschwächen weiter auf Kurs. Starke Frühbuchungen aus dem Herbst und Winter stützten die Entwicklung, sagt er. Für 2027 plant der Veranstalter 22 Schiffe auf 33 Gewässern und 81 Routen, darunter China, die Gironde in Frankreich, Kroatien und neue Programme auf dem Douro.

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Guido Laukamp hält das Flussreisegeschäft weiter für wachstumsträchtig

Das einzige Hochseeschiff von Nicko Cruises, die Vasco da Gama, soll zum 2. Juli wieder in See stechen. Zuvor hatten mehrere Reisen abgesagt werden müssen, weil Reparaturarbeiten erforderlich waren. Laukamp spricht in diesem Zusammenhang von Generatoren für den dieselelektrischen Antrieb des Schiffes, die erneuerungsbedürftig gewesen seien. Vier Reisen hatten dadurch bislang abgesagt werden müssen, ein "Schlag ins Kontor", wie CEO Laukamp einräumt.

Gut entwickeln sich nach den Worten des Nicko-Chefs weiter die Volumenprodukte auf Donau, Rhein und Nebenflüssen. Auch die zusätzliche Kapazität durch das neue Donauschiff Bellejour werde vom Markt angenommen. Im klassischen Flussportfolio setzt Nicko Cruises auf neue Routenvariationen und arbeitet am Reise- und Bordprodukt.

Mehr Ziele in Südeuropa

Neuerdings führt Nicko Cruises in der Ferne neben Nil und Nassersee, Mekong und Mississippi auch China wieder im Programm. Dort fährt 2027 die Victoria Sabrina. Zugleich baut der Veranstalter das südeuropäische Flussangebot aus.

Nach dem Guadalquivir seit 2026 kommt 2027 die Gironde hinzu. Für den Douro ergänzt Nicko Cruises ein Verlängerungsprogramm an der Algarve. In Kroatien stößt die Liberty zur Flotte. Neu ist außerdem eine Route mit der Nicko Spirit auf Rhein, Mosel und Saar.

Kosten steigen, Preise moderat

Für die Saison 2027 nennt Nicko Cruises 22 Schiffe, 33 Gewässer, 81 Routen und vier Kontinente: Europa, Afrika, Asien und Amerika. Hinzu kommen neue Advent- und Festtagsreisen mit der Rhein Melodie sowie Event- und Themenreisen.

Trotz höherer Produktkosten durch Personal, Umweltauflagen und Destinationen will Nicko Cruises die Preise moderat um drei bis fünf Prozent pro Jahr erhöhen. Der Treibstoffzuschlag, den das Unternehmen erhebt, bleibt indes vorerst bestehen.

Das Leitmotiv bleibe "Slow Cruising", sagt Laukamp. Gemeint sind kleine Schiffe, lange Liegezeiten, ungewöhnliche Routen und mehr Zeit an Land.

Christian Schmicke

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