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20. April 2020 | 07:00 Uhr
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Politiker sehen schwarz mit Sommerurlaub im Ausland

Das sind keine guten Nachrichten für die Branche: Die Politik ist bei Reisen in andere Länder in diesem Sommer skeptisch und macht Touristikern wie Urlaubshungrigen wenig Hoffnung. Die Reisewarnung dürfte so schnell nicht aufgehoben werden und auch in vielen Reisezielen herrschen weiter Ausnahmezustand und Einreisesperren.

Türkei Strand mit leeren Liegen Foto iStock frantic00.jpg

Die Strände am Mittelmeer, wie hier in der Türkei, dürften in diesem Sommer weitgehend leer bleiben

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Ob, wann und in welchem Umfang Urlaubsreisen ins Ausland in diesem Sommer möglich sein werden, ist bislang völligoffen. Die Bundesregierung will Ende April oder Anfang Mai über eine mögliche Verlängerung der bislang bis 3. Mai bestehenden weltweiten Reisewarnung entscheiden.

"Natürlich wollen wir, wenn die Rahmenbedingungen sich verändert haben, auch wieder die Möglichkeit schaffen, zu verreisen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas der Tagesschau. "Aber ich kann nur dann die Reisewarnung aufheben, wenn ich mir sicher bin, dass die Menschen auch reguläre Möglichkeiten haben, ihren Urlaub zu verbringen und auch wieder zurückkommen." Solange es in vielen Ländern Ausgangssperren gebe, werde dort auch kein Urlaub zu machen sein."

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder macht Touristikern wenig Hoffnung: "Die Wahrscheinlichkeit, dass Urlaub in anderen Ländern im Sommer so leicht möglich ist, stellt sich nach gegenwärtiger Sicht eher als unwahrscheinlich heraus." EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen empfiehlt, mit der Reiseplanung zu warten. "Für Juli und August kann derzeit niemand verlässliche Vorhersagen machen", sagte von der Leyen "Bild am Sonntag".

"Dieser Reisesommer wird sicher anders sein als in den Jahren zuvor", sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands, Norbert Fiebig, dem Tagesspiegel. Er gehe davon aus, dass zunächst Reisen in Deutschland wieder aufgenommen würden. "Auch in einigen europäischen Ländern, die die Corona-Pandemie gut gemeistert haben, wird es in einem zweiten Schritt wahrscheinlich möglich sein, Reisen unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen zu unternehmen."

Ähnlich sieht es TUI. "Wann welche Ziele bereist werden können, hängt zum einen von der Entscheidung der Bundesregierung ab und zum anderen von den einzelnen Urlaubsländern", betont so einer TUI-Sprecherin zum Tagesspiegel. "Sobald ein Urlaubsland grünes Licht gibt, sind wir in der Lage, Reisen dorthin anzubieten."

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