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12. August 2020 | 16:42 Uhr
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Reiserückkehrer lassen Corona-Infektionszahlen steigen

Etwa jede vierte Corona-Neuinfektion in Nordrhein-Westfalen sei derzeit auf Reiserückkehrer zurückzuführen, heißt es aus dem Gesundheitsministerium des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. Besonders Rückkehrer aus Party-Hochburgen machen den Behörden Sorgen. In Bayern wissen 900 Rückkehrer noch nicht, dass sie positiv getestet wurden.

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Unter den positiv getesteten Urlaubsrückkehrern seien sowohl Inlands- als auch Auslandstouristen, teilte das Landesgesundheitsministerium der "Deutschen Presse-Agentur" mit. Allein am größten nordrhein-westfälischen Flughafen in Düsseldorf waren laut "DPA" am vergangenen Samstag 71 von gut 1.850 Abstrichen im Testzentrum positiv.

Ein weiterer Fall wird aus Baden-Württemberg gemeldet. Acht junge Urlauber sollen nach einer Reise in die kroatische Partyhochburg Novalja bei einer Geburtstagsfeier in Stuttgart mindestens 14 weitere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die Gruppe im Alter von Ende 20 sei im Juli nach Kroatien gereist und anschließend positiv auf das Virus getestet worden, erklärte ein Sprecher der Stadt der Nachrichtenagentur am Mittwoch.

Im Kreis Göppingen ist ebenfalls von Neuinfektionen bei einer Gruppe von Abiturienten die Rede, die im kroatischen Novalja auf der Insel Pag Party-Urlaub gemacht hatte. Eine Sprecherin des Landratsamts bestätigte, dass inzwischen zwölf Teilnehmer der Abi-Fahrt mit dem Coronavirus infiziert seien.

Bayern hat indes große Probleme mit seinen Teststationen an Autobahnen und Bahnhöfen. Von insgesamt 85.000 getesteten Personen warten noch mehr als die Hälfe auf ihr Ergebnis. Darunter seien auch 900 positive Befunde. Die Betroffenen sollen spätestens heute Bescheid bekommen. Rückkehrer müssen oft eine Woche oder länger auf das Testergebnis warten. Schuld sei die händische Erfassung der Daten für die Übermittlung, heißt es.

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