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19. April 2021 | 14:35 Uhr
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Rewe-Touristikumsatz bricht um drei Viertel ein

Die Reisesparte des Handels- und Tourismusunternehmens verbrannte 2020 nach vorläufigen Zahlen rund 390 Millionen Euro und verbuchte einen Umsatzrückgang von fünf auf 1,3 Milliarden Euro. Eine konkrete Prognose für 2021 traut sich Touristikchef Sören Hartmann (Foto) nicht zu.

Hartmann Sören
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Man habe ursprünglich mit 50 Prozent des Umsatzes von 2019 geplant, erklärte Hartmann anlässlich der Veröffentlichung der noch nicht testierten Geschäftszahlen. Die anhaltenden Reisebeschränkungen wirkten sich jedoch weiter negativ aus. Dennoch könne die Touristiksparte angestrebte das Ziel noch schaffen. Aktuell laufe das Geschäft überwiegend kurzfristig, mit längerfristigen Buchungen für den Spätsommer und Herbst. Doch er hofft auf Besserung: "Wenn der Korken erst von der Flasche ist, wird es sprudeln", glaubt Hartmann.

Weitere Verluste minimieren sollen die bereits beschlossenen Kostensenkungen, unter anderem durch den Abbau von mehr als 300 Arbeitsplätzen im deutschen Veranstaltergeschäft und die Schließung von 40 Reisebüro-Filialen. Auch im Ausland seien 80 Reisebüros geschlossen worden, so Hartmann. Zugleich habe DER Touristik die Krise für Investitionen genutzt, etwa über die 50-prozentige Beteiligung an Aldiana und den Zukauf von 25 Reisebüros von Galeria Kaufhof Karstadt.

Starkes Geschäft im Einzelhandel

Angesichts der hohen Verluste ist es gut, dass der Touristiksparte ein starkes Handelsgeschäft zur Seite steht. Unter dem Dach der genossenschaftlichen Gruppe entwickelte sich vor allem der selbständige Lebensmittelhandel stark. Die Rewe-Kaufleute in Deutschland erwirtschafteten ein Umsatzplus von 20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz des Rewe-Konzerns aus fortzuführendem Geschäft erhöhte sich wechselkursbereinigt um 23,9 Prozent von 55,3 Milliarden auf 68,2 Milliarden Euro. Dabei stieg der Umsatz in Deutschland um 24,4 Prozent auf 46,6 Milliarden Euro; im Ausland wechselkursbereinigt um 22,7 Prozent auf 21,6 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis EBITA verbesserte sich von 910 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 1,22 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis EAT sank unterdessen von 507 Millionen auf 415 Millionen Euro.

"Das Jahr 2020 war selbstverständlich auch für uns in der Rewe Group überschattet von den Folgen der Corona-Pandemie. Wir konnten unsere selbstgesteckten wirtschaftlichen Ziele letztlich erreichen, weil die positive Entwicklung in unserem Handelsgeschäft die schweren Belastungen unserer Touristiksparte ausgeglichen hat“, sagte Lionel Souque, der Vorstandsvorsitzende des Kölner Handels- und Touristikunternehmens

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