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19. Februar 2019 | 16:00 Uhr
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Riu erhöht Beteiligung an TUI

TUI-Aktien sind derzeit günstig zu haben. Binnen eines Monats verloren sie nach Gewinnwarnung und schwachen Geschäftszahlen rund ein Drittel und seit dem Höchststand Mitte Mai vergangenen Jahres hat sich der Kurs mehr als halbiert. Das treibt den einen oder anderen Investor an, zuzugreifen. So auch die mallorquinische Hotelkette Riu, die schon seit Jahrzehnten eng mit dem Konzern verbunden ist. Das Familienunternehmen gab am Dienstag den Kauf von 1,1 Millionen TUI-Aktien im Wert von knapp 10,4 Millionen Euro bekannt. Dadurch erhöht sich die Riu-Beteiligung von 3,38 auf 3,56 Prozent.

Luis Riu, Vorstandsvorsitzender der Hotelkette, bezeichnet den Kaufvorgang als „weiteren Schritt in der langjährigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen und ein Zeichen dafür, dass die vierte Generation der Familie, genau wie die dritte, auf eine gemeinsame zukünftige Geschäftsbeziehung mit dem größten Reisekonzern der Welt setzt“. Die Beteiligung von Riu an TUI und umgekehrt hat eine lange Geschichte. 1977 gründeten beide Riu Hotels S.A., eine Gesellschaft für Immobilieninvestitionen, an der TUI 49 und die Familie Riu 51 Prozent der Anteile besitzt. 1993 wurde die RIUSA II S.A gegründet, eine Gesellschaft die alle Riu Hotels betreibt und an der beide Unternehmen zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind. Riu ist seit 2004 Aktionär der TUI AG. Damals kaufte die Familie ein zehnprozentiges Aktienpaket der damaligen West LB. Bereits im März 2005 trennte sich das Hotelunternehmen aber wieder von einem großen Teil der Aktien.

Auch der Chef hat investiert

Zuletzt hatte im Zuge der Debatte um die Zukunftsfähigkeit von TUI deren CEO Fritz Joussen in das eigene Unternehmen investiert. Joussen gab am 13. Februar insgesamt knapp 984.000 Euro für den Kauf von 100.000 Anteilen aus, um das eigene Vertrauen in das Unternehmen zu dokumentieren, dem er vorsteht. Auch Vorstandsmitglied Sebastian Ebel kaufte weitere TUI-Aktien. Er erwarb 47.580 Anteile, was aktuell einem Wert von rund 466.000 Euro entspricht.

Auch beim Konkurrenten Thomas Cook hatte sich dessen CEO Peter Fankhauser kurz vor Weihnachten nach einer Gewinnwarnung mit anschließendem Absturz an der Börse stärker engagiert. Allerdings hatte dessen Investment im Vergleich eher homöopathischen Charakter. Er kaufte Anteile im Wert von umgerechnet 57.000 Euro.

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