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19. Januar 2026 | 13:52 Uhr
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Riu schließt 2025 mit Rekordumsatz und vorsichtigem Ausblick

Riu Hotels & Resorts hat 2025 mit knapp 4,2 Milliarden Euro den höchsten Umsatz der Firmengeschichte erzielt. Das Wachstum blieb mit 2,9 Prozent hinter den Erwartungen zurück, belastet durch Währungseffekte und den Hurrikan Melissa in Jamaika. CEO Luis Riu (Foto) spricht dennoch von einem erfolgreichen Jahr und rechnet auch 2026 mit einer stabilen Entwicklung.

Riu Luis

Luis Riu hatte 2025 mit einigen Hindernissen zu kämpfen, darunter Hurrikan Melissa

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Ursprünglich hatte das Management mit einem Wachstum von rund fünf Prozent gerechnet. Nach Angaben von Riu bremsten vor allem zwei Faktoren: der starke US-Dollar gegenüber dem Euro sowie der Hurrikan Melissa, der zur vorübergehenden Schließung aller sieben Riu-Hotels in Jamaika führte.

Trotz dieser Belastungen sei das Jahr "gut in allen Destinationen und Märkten" verlaufen. Die Ziele seien erreicht worden, und vieles deute darauf hin, dass sich 2026 ähnlich entwickeln werde. Riu sieht die Branche insgesamt als robust gegenüber klimatischen und geopolitischen Ereignissen.

100 Hotels als neue Konstante

Zum Jahresende betrieb Riu weltweit 100 Hotels in 23 Ländern. Fast 90 Prozent des Portfolios befinden sich im Eigentum, der Großteil des restlichen Bestands in Teil-Eigentum. Operativ verzeichnete die Kette eine durchschnittliche Auslastung von 88 Prozent und einen Anstieg der Durchschnittsrate um gut zwei Prozent. Insgesamt beherbergte Riu 2025 rund 6,8 Millionen Gäste. Die Belegschaft umfasste knapp 39.000 Mitarbeiter.

Führungswechsel und Nachhaltigkeit

2025 war zugleich das erste vollständige Jahr, in dem Luis Riu das Unternehmen allein führte, nach dem Rückzug seiner Schwester Carmen. Der größte Wandel sei die engere Zusammenarbeit mit der vierten Generation der Eigentümerfamilie. Entgegen mancher Erwartungen habe dies nicht zu langsameren Entscheidungen geführt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Nachhaltigkeitsstrategie "Proudly Committed". Alle Hotels wurden ein Jahr früher als geplant mit Ecostars zertifiziert, der Anteil erneuerbarer Energie stieg laut Riu auf 90 Prozent. Zudem verstärkte das Unternehmen sein Engagement gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus und erhielt dafür Anerkennung der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung, ECPAT.

Investitionen, Renovierungen und neue Märkte

Für 2026 setzt Riu auf umfangreiche Investitionen. Geplant sind fünf größere Renovierungen, unter anderem in Marrakesch, Torremolinos, Cancún, Playa del Carmen und auf Boavista. Diese Umbauten seien so umfassend, dass sie faktisch Neueröffnungen gleichkämen, sagt der CEO.

Hinzu kommen neue Hotels: Auf Sansíbar öffnet das Riu Palace Swahili, in Thailand folgt mit dem Riu Palace Phuket der Markteintritt des Konzerns. In Europa verstärkt Riu die Präsenz mit dem Riu Plaza London The Westminster. Mittel- bis langfristig stehen weitere Projekte in New York, an der mexikanischen Costa Mujeres und in Dubai an.

Christian Schmicke

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