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Royal Caribbean steigt bei Sandals Resorts ein

Die Royal Caribbean Group steigt ins Resortgeschäft ein und übernimmt für rund drei Milliarden Dollar 50 Prozent an Sandals Resorts. Gemeinsam wollen beide Unternehmen ein Joint Venture bilden und die Hotelmarken Sandals und Beaches weiterentwickeln. Das Joint Venture soll gemeinsam von Royal-Caribbean-Chef Jason Liberty (links) und Sandals-Executive-Chairman Adam Stewart (rechts) geführt werden.

Mit dem Einstieg erweitert Royal Caribbean das Geschäft über Kreuzfahrten und eigene Destinationen hinaus. Sandals-Chef Stewart werde zugleich eine führende Rolle bei der langfristigen strategischen Entwicklung von Sandals und Beaches behalten, heißt es. Bestehende Buchungen, Loyalitätsprogramme sowie Hotel- und Kreuzfahrtbetrieb sollen unverändert weiterlaufen.

Die Beteiligung bewertet Sandals mit etwa dem Zehnfachen des erwarteten operativen Ergebnisses. Royal Caribbean hat für die Finanzierung eine Kreditzusage von Morgan Stanley erhalten. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Genehmigungen und Bedingungen.

Royal Caribbean verbreitert das Geschäft

Für Royal Caribbean ist die Beteiligung der nächste Schritt beim Aufbau eines breiteren Urlaubsangebots. Zur Gruppe gehören die Kreuzfahrtmarken Royal Caribbean, Celebrity Cruises und Silversea sowie eine 50-prozentige Beteiligung an TUI Cruises. Zudem baut das Unternehmen eigene Destinationen aus und will 2027 mit Celebrity River Cruises ins Flusskreuzfahrtgeschäft einsteigen.

Sandals ist seit gut vier Jahrzehnten in der Karibik aktiv und betreibt 17 All-inclusive-Resorts unter der Erwachsenenmarke Sandals. Sie liegen unter anderem auf Jamaika, Antigua, Saint Lucia, den Bahamas, Barbados, Grenada, Curaçao sowie St. Vincent und den Grenadinen. Hinzu kommen zwei Beaches-Resorts für Familien auf Jamaika sowie Turks & Caicos.

Sandals soll schneller wachsen

Beide Unternehmen wollen über die Partnerschaft unter anderem Vertrieb und Kundenansprache ausbauen. Sandals soll zusätzliche Ressourcen für weiteres Wachstum erhalten.

Sandals-Chef Adam Stewart bezeichnet die Beteiligung als nächsten Schritt für das von seinem Vater Gordon „Butch“ Stewart aufgebaute Unternehmen. Liberty wiederum sieht in der Partnerschaft nach eigenen Worten die Möglichkeit, das Resortportfolio weiter auszubauen und stärker mit dem übrigen Urlaubsangebot von Royal Caribbean zu verzahnen.

Christian Schmicke