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31. März 2020 | 12:23 Uhr
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Sparkassenpräsident sieht Problem für KfW-Tourismuskredite

Viele Unternehmen aus der Reise-, Veranstaltungs- und Hotelbranche könne mit den bestehenden Förderprogrammen nicht geholfen werden, warnt der Bank-Manager Helmut Schleweis (Foto). Denn Darlehen aus dem KfW-Topf dürfe nur erhalten, wer diese auch binnen fünf Jahren zurückzahlen könne.

Schleweis Helmut
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"Bei Gastronomie, Hotels, Eventmanagement, Catering sowie in den Sektoren Reise, Verkehr, Logistik, Touristik und Luftfahrt leben viele Unternehmen von ihrem laufenden Umsatz, die Margen sind relativ niedrig“, sagte Schleweis dem "Handelsblatt“.  Häufig hätten solche Unternehmen auch "relativ wenig Rücklagen".

Dann bestünden oft Probleme mit den bestehenden Kreditprogrammen, obwohl sie über ein funktionierendes Geschäftsmodell verfügten, wenn die Wirtschaft nach der Coronakrise wieder anlaufe. Denn sie könnten den in der Krise entgangenen Umsatz im Gegensatz zu vielen Produktionsunternehmen nicht nachholen. "Ein Hotelbett kann man pro Nacht schließlich nur einmal vermieten."

Für solche Firmen, zu denen viele Vertreter der Bereiche Gastronomie, Hotels, Eventmanagement, Catering sowie der Sektoren Reise, Verkehr, Logistik, Touristik und Luftfahrt zählten, seien andere Hilfen als Kredite nötig, um die Coronakrise zu überbrücken, so der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Für denkbar hielte er etwa direkte Zuwendungen des Staates, bei denen die Regeln für bankübliche Kredite nicht eingehalten werden müssten. Eine andere Option seien 100-prozentige Garantien für Kredite, die erst sehr langfristig zurückgezahlt werden müssten. Im Rahmen des KFW-Förderprogramms übernimmt der Staat 80 bis 90 Prozent der Haftung.

Die geltenden Regeln machten Kredite gerade für diejenigen Unternehmen am schwierigsten erreichbar, die sie am dringendsten benötigten, kritisiert Schleweis. Wenn diese nicht durch das Raster fallen sollten, müsse die Politik zusätzliche Maßnahmen ergreifen.

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