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14. Februar 2020 | 07:00 Uhr
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Sunny Cars könnte dieses Jahr 300-Millionen-Marke knacken

Für den Mietwagen-Broker hat das touristische Jahr sehr gut begonnen. In den drei Monaten seit November stiegen die Buchungen im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent. Das dürfte zwar nicht durchzuhalten sein, doch ein Plus von acht Prozent haben sich die Chefs Kai Sannwald und Thorsten Lehmann vorgenommen.

„Wir wollen, dass eine neun davorsteht“, gibt Gründer und Geschäftsführer Kai Sannwald das Ziel vor. Gemeint sind 900.000 Buchungen für das aktuelle Jahr, das von November bis Oktober geht. 2018/2019 zählte Sunny Cars 831.000 Vermietungen und damit 2.000 weniger als im Jahr davor.

„Das war ein schwieriges Jahr“, sagt Sannwald und erklärt den Buchungsrückgang unter anderem mit Preiskämpfen, die man nicht mitgemacht habe. „Wir nehmen nicht jede Buchung um jeden Preis.“ Geschadet hat Sunny Cars diese Politik offenbar nicht. Denn trotz weniger Buchungen stieg der Umsatz um fünf auf 275 Millionen Euro.

Neues Jahr beginnt mit Run auf Urlaubsmietwagen

In den ersten drei Monaten des neuen Jahres gehen indes die Buchungen durch die Decke – in allen Vertriebskanälen. Der stationäre Vertrieb legte um 17 Prozent zu, Online-Portale und Metasearcher um 22 Prozent und der Direktvertrieb auf der Sunny-Cars-Homepage um 10 Prozent. Erreicht Sannwald sein Ziel von 900.000 Buchungen, könnte der Umsatz erstmals 300 Millionen Euro überspringen.

Den größten Zuwachs erlebt Sunny Cars in Spanien, wo im ersten Quartal rund 9.500 Autos mehr gebucht wurden als letztes Jahr. Auch in Deutschland, Griechenland und den USA liegt der Mietwagen-Broker satt im Plus.

Cook-Ende hat Sunny Cars nicht geschadet

Gründe gebe es laut Thorsten Lehmann, zweiter geschäftsführender Gesellschafter mehrere, vor allem sich im Umgang mit den Kunden vom Wettbewerb zu differenzieren. „Unsere Strategie ist es, die Kunden nachhaltig zu begeistern, so dass sie immer wieder zurückkommen.“

Die Thomas-Cook-Pleite könnte Sunny Cars ebenfalls neue Kunden gebracht haben. Denn Cook hatte eng mit Sixt kooperiert. Weil viele Kunden nun auf andere Veranstalter ausweichen, dürfte davon auch Sunny Cars profitieren. Zudem sichert Sunny Cars freiwillig schon seit ein paar Jahren Kundengelder gegen eine Insolvenz ab.

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