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4. April 2018 | 15:07 Uhr
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Thomas Cook nimmt Laudamotion-Flüge aus dem Programm

Seit dem Vormittag überschlugen sich in den einschlägigen Gruppen der Social Media die wütenden Kommentare von Reisebüros. Die Thomas-Cook-Veranstalter hätten alle Reisen, die auf Flüge mit Laudamotion gebucht waren, auf Condor-Verbindungen umgebucht, hieß es da. Einem Expedienten wurde auf Nachfrage vom Servicecenter mitgeteilt, dass sämtliche Laudamotion-Flüge im System gesperrt seien, da man die Durchführung nicht mehr garantieren könne.

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Nicht wenige Reiseprofis klagten, dass die neuen Flugverbindungen zum Teil deutlich schlechtere Flugzeiten böten. Manche Kunden wollten dies nicht akzeptieren. Der Konzern selbst ging auf Anfrage zunächst auf Tauchstation. Später hieß es in einem Statement: "Nach Bekanntgabe der geplanten Übernahme der Mehrheitsanteile von Laudamotion durch Ryanair hat sich Thomas Cook als Veranstalter vorsorglich dazu entschlossen, eine Flugalternative bereitzuhalten, um die Beförderung seiner Gäste jederzeit gewährleisten zu können."

Auf der Website der Thomas-Cook-Airline Condor, die mit Laudamotion ein Vertriebsabkommen geschlossen hat, sind die Flüge mit der österreichischen Airline unterdessen weiterhin buchbar. Zu den Gründen, aus denen Thomas Cook nun sämtliche Flüge des Carriers aus dem Veranstalterprogramm nimmt, wollte der Konzern keine weiteren Angaben machen. In Branchenkreisen kursieren vor allem zwei Spekulationen. Eine davon rankt sich darum, dass Laudamotion mit Personalmangel zu kämpfen habe, was die Stabilität des Flugbetriebs gefährden könnte. Dazu passt, dass Airline-Chef Niki Lauda in der vergangenen Woche deutliche Gehaltssteigerungen für das fliegende Personal angekündigt hatte. Dass der als knauserig geltende Lauda dies ohne größere Not ankündigen würde, ist nicht anzunehmen.

Eine weitere Variante wäre, dass Thomas Cook den Laudamotion-Gesellschafter Ryanair nicht auf Umwegen unterstützen will. Zwar hatte Condor, die über ihre Vertriebskanäle Flüge der österreichischen Fluglinie vertreibt, nach Bekanntwerden der geplanten Übernahme erklärt, die Zusammenarbeit  sei deshalb nicht gefährdet. In einem Statement hieß es dazu: "Wir freuen uns für Niki Lauda, in Ryanair einen starken Partner gefunden zu haben, der den Business Plan von Laudamotion unterstützt. Unsere Kooperation besteht natürlich fort und wird von den heutigen Nachrichten nicht berührt." Nun scheint zumindest das Mutterunternehmen mit seinen Veranstaltermarken, über die ein Großteil der via Condor angebotenen Laudamotion-Sitze vermarktet werden sollte, seine Meinung geändert zu haben.

Christian Schmicke

 

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