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26. August 2020 | 16:15 Uhr
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Touristikriese Genting bemüht sich um Schadensbegrenzung

Der asiatische Konzern, zu dem neben einigen Kreuzfahrtgesellschaften auch die MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern gehören, plant nach eigenen Angaben einen Unternehmensumbau zur Lösung seiner Finanzprobleme. Die in Deutschland in Auftrag gegebenen Schiffe sollen gebaut werden.

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Schiffe der "Global"-Klasse sollen in den MV Werften gebaut werden. Derzeit liegt der Betrieb brach

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Der Betrieb auf den Werften solle noch in diesem Jahr wieder aufgenommen werden, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf einen Berater des Unternehmens. Zu Genting Hong Kong gehören neben den Werften unter anderem Casinos, Hotels sowie die Kreuzfahrtmarken Star Cruises, Crystal Cruises und Dream Cruises.

Genting Hong Kong wolle auch die Schiffe abnehmen, die in Mecklenburg-Vorpommern in Auftrag gegeben wurden, meldet "DPA". Es gebe "keine Änderung in den Verträgen mit den Werften zum Bau der Schiffe", wird der Unternehmensvertreter zitiert.

Der Konzern hatte, wie von Reise vor9 bereits berichtet, vergangene Woche angekündigt, vorübergehend alle Zahlungen an Gläubiger und Banken einzustellen, nachdem das Kreuzfahrtgeschäft zum Erliegen gekommen und auch die Gewinne Glücksspiel und Vergnügungsparks eingebrochen waren.

Weiter viele Unsicherheiten

Die Unternehmensgruppe MV Werften bekräftigte am Mittwoch in einer Mitteilung an die Mitarbeiter, dass Genting keine Anteile an der Werft abgeben wolle. Derzeit werde die ganze Kraft in die Beantragung eines Kredits aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds investiert, hieß es in der Mitteilung, aus der "DPA" zitiert. Im Rahmen der notwendigen Finanzierung unter dem Fonds habe Genting lediglich die Bereitschaft erklärt, Anteile der Werft als Sicherheit für die Kredite anzubieten.

Wie die angekündigte Neustrukturierung des asiatischen Konzerns aussehen könnte, bleibt unterdessen offen. Es solle eine einvernehmliche Lösung zur Neustrukturierung gefunden werden, die so viel Wert wie möglich für die Gläubiger bewahre, während die Wirtschaftlichkeit der Gruppe wiederhergestellt werde, sobald die Pandemie unter Kontrolle gebracht worden sei, erklärt Genting. Einige langfristige Finanzpartner hätten bereits ihre Unterstützung signalisiert.

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