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7. September 2022 | 08:12 Uhr
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Tressel neuer TIC-Präsident und Lies Manager des Jahres

Der frühere grüne Bundestagsabgeordnete Markus Tressel ist neuer Präsident des Travel Industry Clubs (TIC). Er wurde gestern einstimmig zum Nachfolger von Dirk Bremer gewählt. Anschließend kürte der TIC auf seiner Award Night Chamäleon-Chef Ingo Lies zum Travel Industry Manager des Jahres und vergab noch weitere Preise an Touristiker.

TIC Award Night Gewinner Foto TIC Nicolas Det.jpg

Alle Gewinner der TIC Awards auf einen Blick, von links: Ralf Usbeck (Chain 4 Travel), Anne-Sophie Panzer und Stefan Marx (Zaubar), Wenzel Nied (Clever Route), Ingo Lies (Chamäleon Reisen), Dennis Andres (Hameln Marketing und Tourimus GmbH), Katrin Legandt (Katrin Legandt Creative Consulitng)

Einstimmige Wahl auf der 17. Jahreshauptversammlung des TIC. Markus Tressel ist neuer Präsident des Wirtschaftsclubs. Er tritt in die Fußstapfen von Dirk Bremer, der den TIC mitgegründet hatte und im Juni aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Neuer stellvertretender Präsident ist Adrian von Dörnberg. Peter Agel (Foto links), der den TIC übergangsweise führte, schied wie schon länger geplant aus dem Präsidium aus.

TIC Award Night Agel Tressel Foto TIC Nicolas Det.jpg

Der neue TIC-Präsident Markus Tressel (rechts) verabschiedet seinen Vorgänger Peter Agel

Tressel ist seit Ende vorigen Jahres Chef des Beratungsunternehmens Trepublica mit Schwerpunkt auf politischer Analyse, Strategie und Kommunikation. Seitdem ist er auch Mitglied des TIC. Zuvor arbeitete der Grünen-Politiker zwölf Jahre lang im Bundestag, wo er Sprecher seiner Partei für Tourismuspolitik und Mitglied des Verkehrsausschusses war. Bei der letzen Bundestagswahl trat er nicht mehr an.

Mit Tressel an der Spitze dürfte der TIC politischer werden. Die Branche habe großen Krisen zu bewältigen, wie Corona, Klima und den Krieg. „Wir haben eine in den letzten 50 Jahren nie dagewesene Parallelität von Krisen, dadurch ausgelöst hohem Transformationsdruck, der auch vor der Tourismuswirtschaft logischerweise nicht halt machen wird“, so Tressel in seiner Antrittsrede. Gerade jetzt brauche es eine Plattform wie den TIC. Allerdings wolle er aus dem TIC „keinen politischen Debattierclub oder Umweltverband“ formen.

Sein Ziel als TIC-Präsident umreißt Tressel so: „Viele Leute zusammenzubringen, auch solche, die vielleicht nicht auf den ersten Blick als relevant für den Tourismus erscheinen, aber möglicherweise guten Input für die Branche geben können.“ Aus Begegnungen und gutem Input solle Mehrwert für unsere Branche und unsere Mitglieder entstehen. „Die Zukunft fest im Blick. Das ist meine Maxime.“

Strahlende Sieger bei der Verleihung der TIC-Awards

Kurz nach der Jahreshauptversammlung stieg auf dem Accenture-Campus in Kronberg die TIC Award Night mit über 100 Gästen, auf der insgesamt vier Preise vergeben wurden. Nach einer Online-Abstimmung in Kooperation mit Reise vor9 mit mehr als 4.000 Teilnehmern wurde Ingo Lies, Gründer und Chef des Reiseveranstalters Chamäleon zum Travel Industry Manager des Jahres gekürt. Der „Tesla der Touristik“ nannte ihn Vorjahrespreisträger und Schauinsland-Chef Gerald Kassner in seiner Laudatio. Chamäleon beweise, dass Nachhaltigkeit und Tourismus kein Gegensatz sein müssten. Lies revanchierte sich für den Award mit 1.000 Quadratmetern Regenwald, den er dem TIC schenkte und der nun unter Schutz steht.

Viel Zuspruch gab es auch für den Gewinner des Destination Awards, über den mehr als 1.900 Touristiker online abstimmten. Die Wahl fiel nicht auf ein großes Tourismusziel, sondern auf eine kleine Stadt in Deutschland: Hameln. Die Touristiker dort haben mit ihrer Kampagne „Komm‘ wie Du bist“ offenbar die Branche überzeugt.

Der Technology Award ging an zwei Unternehmen, die von der Jury punktgleich bewertet wurden. Zum einen zeichnete der TIC Ralf Usbecks Start-up Chain 4 Travel aus, das die Touristik mit der Blockchain-Technologie revolutionieren will. Zaubar heißt der zweite Preisträger, ein Berliner Start-up, das mithilfe von Augmented Reality Touren und Führungen erstellt. Der erstmals vergebene Mobility Award ging an Clever Route, eine Mobilitätsplattform, die um von A nach B zu kommen unterschiedliche Verkehrsträger kombiniert.

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