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28. März 2018 | 10:47 Uhr
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Tui kauft Zielgebiets-Management-Sparte von Hotelbeds

Bereits bei der Vorlage der Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr hatte Tui-Chef Friedrich Joussen angekündigt, dass der Konzern künftig mehr Geld mit Dienstleistungen in den Zielgebieten verdienen will. Nun hat die Tui Group die Sparte „Destination Management“ der Bettenbank Hotelbeds für 110 Millionen Euro gekauft. Dadurch sollen die Präsenz und das Angebotsportfolio der spanischen Tochter Tui Destination Services, in die der Zukauf integriert wird, ausgeweitet werden, sagt Joussen.

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Synergien im Kreuzfahrtgeschäft. Die Sparte "Destination Management" der Hotelbeds Group ist bislang mit 2.600 Mitarbeitern in 25 Ländern aktiv, darunter in Italien, Kroatien, Mauritius, Südafrika, Australien, Kanada und vielen asiatischen Staaten. Der Bereich bietet neben Ausflügen und Transfers, Rundreisen und Aktivitäten wie Segway-Touren auch das Handling für Kreuzfahrt-Gesellschaften in den Häfen an. Das sei "zusätzlich interessant für Tui", unterstreicht Joussen. Denn nun könnten in vielen Ländern auch für die drei konzerneigenen Kreuzfahrt-Reedereien Tui Cruises, Hapag Lloyd Cruises und Marella Cruises Services in den Häfen in eigener Regie übernommen werden. Tui werde damit vom Kunden zum Anbieter. So schaffe der Zukauf "kommerzielle Synergien erreicht", sagt Joussen. Tui selbst ist bereits in mehr als 100 Destinationen der Welt aktiv. Die spanische Tochter Tui Destination Services will nach der Übernahme in 48 Ländern mit Niederlassungen und Mitarbeitern präsent sein, rund 9.000 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz von 700 Millionen Euro erzielen.

Wachstumsperspektoiven und Technik-Einsatz. Der Konzern beziffert den globalen Markt für die Services und Dienstleitungen am Urlaubsort auf rund 140 Milliarden Euro. Er wachse  pro Jahr um sieben Prozent. Gleichzeitig sei dieses Marktsegment auf der Anbieterseite mit bis zu 350.000 Kleinst-Anbietern "extrem fragmentiert". Mit rund 4,5 Millionen vermittelten Ausflügen pro Jahr zähle Tui Destination Services bereits heute zu den Top-5-Anbietern in diesem Geschäftsfeld. Nicht zuletzt soll ein verstärkter Einsatz der IT- und CRM-Systeme des Konzerns den Verkauf von Angeboten im Zielgebiet künftig ankurbeln. Insbesondere die Zeit zwischen Reisebuchung und Reisebeginn werde der Konzern besser nutzen, "um für den Kunden individuell relevante Angebote für den Aufenthalt am Urlaubsort anzubieten“, kündigt der CEO an.

 

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