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7. Februar 2019 | 07:28 Uhr
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Tui korrigiert Gewinnerwartung nach unten

Der Tourismuskonzern erwartet nun nur noch ein Vorsteuerergebnis auf dem Vorjahresniveau von knapp 1,2 Milliarden Euro. Die bisherige Prognose, nach der der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bis 2020 um jährlich zehn Prozent wachsen sollte, lasse sich nicht halten, teilte Tui am Mittwochabend mit.

Margen bleiben schwächer als erwartet

Gut ein Drittel des Sommerprogramms sei bislang gebucht. Die Buchungen lägen damit zwar weitgehend auf Vorjahresniveau, dies gelte jedoch nicht für die Margen. Ursächlich dafür seien "insbesondere weiterhin bestehende Herausforderungen im Marktumfeld". Dazu zählten die negativen Auswirkungen des vergangenen, heißen Sommers mit kurzfristigeren Buchungen und schwächeren Margen. Außerdem sei die Nachfrageverlagerung ins östliche Mittelmeer mit Überkapazitäten in Zielen wie den Kanarischen Inseln verbunden. Die anhaltende Schwäche des britischen Pfunds erschwere zudem weiterhin den Verkauf von Reisen an britische Kunden zu verbesserten Margen.

Bisher sei man davon ausgegangen, dass sich diese Herausforderungen im Markt vorrangig auf das erste Halbjahr, also den Winter, auswirken würden. Nun seien jedoch "zusätzliche Auswirkungen auf das zweite Halbjahr zu erkennen".

Sparmaßnahmen in Organisation und Verrieb

Gegenmaßnahmen habe der Konzern bereits eingeleitet heißt es. Dazu zählten unter anderem die Zusammenführung der Airlines unter einer einheitlichen Leitung, um Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen zu erzielen. Teil des Sparprogramms sei auch die Senkung der Vertriebskosten durch Verlagerung hin zu mehr Direkt-, Online- und Mobilvertrieb sowie der Verkauf von mehr Aktivitäten und Exkursionen, um Umsatz- und Margenvorteile zu erzielen. Man gehe außerdem davon aus, dass "die anhaltenden Herausforderungen zu einer Marktkonsolidierung führen könnten, von der die TUI profitieren könnte".

Die genauen Zahlen für das erste Quartal will Tui wie geplant am 12. Februar vorlegen.

 

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