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9. Oktober 2016 | 14:20 Uhr
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Tuifly hebt wieder ab

"Tuifly nimmt komplettes Flugprogramm ab Sonntag, 9. Oktober, wieder auf. Alle Flüge können planmäßig durchgeführt werden." Das teilt der Tui-Konzern auf seiner Website mit. Auch für die folgenden Tage werde man wieder einen normalen Flugbetrieb garantieren können, heißt es aus Hannover. Nachdem kurzfristige massenhafte Krankmeldungen des Kabinen- und Cockpitpersonals in der vergangenen Woche zu zahlreichen Flugausfällen führten und den Betrieb am Freitag sogar nahezu zum Erliegen brachten, sind nun offenbar wieder genügend Crews an Bord, um das geplante Pensum zu fliegen.

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Vorausgegangen waren dem am Freitag mehrere Zusagen des Managements der Tui-Airline an die Arbeitnehmer. So sicherte der Konzern zu, dass das Unternehmen für mindestens drei Jahre eine deutsche Gesellschaft mit Sitz in Hannover bleiben werde. Die Arbeitsverträge blieben ebenfalls bestehen und Betriebsräte sowie Personalvertretungen im Amt. Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge sollen ihre Gültigkeit behalten, Einschnitte bei den Gehältern würden nicht vorgenommen, hieß es. Zudem wurde die Entscheidung über die geplante Neuordnung auf Mitte November verschoben. Das hat offenbar zur plötzlichen Gesundung der Angestellten beigetragen.

Die Krankmeldungen waren vor dem Hintergrund der geplanten Gründung einer gemeinsamen Ferienfluggesellschaft mit Etihad Airways erfolgt. Die Arbeitnehmer befürchteten daraufhin einen drastischen Stellenabbau und die Verschlechterung ihrer Tarifbedingungen. Zudem kritisierten Vertreter der Beschäftigten eine schlechte Informationspolitik.

Unklar bleibt unterdessen, wie es um Schadensersatzansprüche von Kunden und Geschäftspartnern aufgrund der Annullierungen bestellt ist. Tui hatte zahlreiche Reiseverträge kurzerhand storniert und sieht sich als Opfer höherer Gewalt. Dagegen werten diverse Reiserechtler den Krankenstand als Teil des normalen Geschäftsrisikos einer Fluggesellschaft und verweisen auf entsprechende Urteile. Auch von Seiten der Reisebüros, die im Zuge der Flugausfälle durch Stornierungen und Umbuchungen erheblichen Zusatzbelasungen ausgesetzt waren, werden Forderungen nach einer großzügigen Behandlung der Angelegenheit durch Tui laut. Denn die Provision, die sie auf Stornierungen erhalten, ist eigentlich bei fünf Prozent gedeckelt. Dies sei als Vergütung angesichts des zusätzlichen Aufwandes nicht angemessen, so die Argumentation aus dem Vertrieb.

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