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20. April 2021 | 08:30 Uhr
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Unsicherheit verschlechtert Klima im Vertrieb weiter

Während in den letzten Monaten ein leichter Aufwärtstrend des touristischen Vertriebsklima-Index zu beobachten war, zeigt die Tendenz nun wieder nach unten, meldet die Unternehmensberatung Dr. Fried & Partner.

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Die aktuelle Situation am Counter bleibe – wen wundert’s – auch weiterhin kritisch, heißt es. Insgesamt habe sich die Wahrnehmung der derzeitigen Lage im Reisevertrieb im April 2021 im Vergleich zu den letzten Monaten noch "leicht verschärft". Auch im April 2021 schätzt demnach keines der teilnehmenden Reisebüros die aktuelle Lage beim Vertrieb von Reiseleistungen als gut ein. Dies setzt sich nun seit April 2020 so fort. Auch der Anteil derjenigen Büros, die die derzeitige Situation als befriedigend einschätzen, ist im Vergleich zum letzten Monat auf extrem niedrigem Niveau wieder gesunken. Haben im Vormonat noch vier Prozent der Teilnehmer die aktuelle Lage beim Vertrieb von Reiseleistungen als befriedigend eingeschätzt, tun dies im April 2021 nur noch zwei Prozent. 98 Prozent bewerten die aktuelle Lage im Reisevertrieb als schlecht.

Damit einhergehend geben 79 Prozent der teilnehmenden Reisebüros an, dass der Verkauf von Reiseleistungen in den letzten zwei bis drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. 18 Prozent bewerten den Verkauf im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Umsätze im März zusammenbrachen, als unverändert. Drei Prozent der Reisebüros geben an, dass der Verkauf von Reiseleistungen in den letzten zwei bis drei Monaten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Im Vormonat waren es noch fünf Prozent.

Trüber Ausblick

Auch den Optimismus bezüglich der Erwartungen an die Zukunft wird durch die Unsicherheiten im Hinblick auf die nächsten Monate gebremst. Die Erwartungen für die Nachfrage nach Reiseleistungen in den nächsten sechs Monaten im Vergleich sind ähnlich wie im März. So glauben 21 Prozent (Vormonat: 22%) an eine steigende Nachfrage, 22 Prozent (Vormonat 21%) rechnen mit einer gleichbleibenden und 57 Prozent (Vormonat: 57%) mit einer sinkenden Nachfrage.

Bezüglich der Ertragssituation in den nächsten sechs Monaten ist die Einstellung nochmal skeptischer als noch im Vormonat. Rechneten im März 2021 noch 16 Prozent der Befragten mit einer sich verbessernden Ertragssituation, gaben dies im April nur noch 12 Prozent an. 25 Prozent der Teilnehmer aus dem Reisevertrieb erwarten, dass sich die Ertragssituation in den nächsten Monaten nicht ändert, während 63 Prozent von einer sich verschlechternden Ertragssituation ausgehen. Im Vormonat haben 61 Prozent eine schlechtere Ertragssituation in den nächsten sechs Monaten erwartet. "Während insbesondere der Blick in die Zukunft in den vergangenen Monaten einen leichten Aufwärtstrend des touristischen Vertriebsklima-Index verursacht hat, sind die Erwartungen an die kommenden sechs Monate im April gedämpfter", heißt es von Dr. Fried & Partner.

 Im April nahmen 131 Reisebüros an der Befragung teil (Vormonat 129).

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