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12. Juli 2018 | 11:47 Uhr Teilen
Mailen

Urlaubsgeschäft brummte im Juni trotz Fußball-WM weiter

Der berüchtigte Negativ-Effekt, den Fußball-Welt- und -Europameisterschaften in der Vergangenheit regelmäßig auf das Geschäft mit Reisen hatten, ist in diesem Jahr ausgeblieben. Das belegen Zahlen des Marktforschungsunternehmens GfK. Trotz WM und rekordverdächtigem Mega-Sommer sei die Urlaubslust der Deutschen im Juni ungebrochen geblieben, resümieren die Marktforscher. Die Bundesbürger sorgten mit ihren Urlaubsbuchungen in Reisebüros, auf den Reiseportalen der Veranstalter und im übrigen Online-Vertrieb für insgesamt sieben Prozent höhere Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat. Davon entfiel ein Plus von vier Prozent auf die aktuelle Sommersaison und ein Plus von 13 Prozent auf die kommende Wintersaison 2018/19. 

Das sommerliche Umsatzplus im Buchungsmonat Juni fällt etwas schwächer als in den Vormonaten aus. Kumuliert steht die Sommersaison 2018 zum aktuellen Buchungsstand per Ende Juni bei 13 Prozent Mehrumsatz gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Vormonat hat sie damit einen Prozentpunkt eingebüßt.

Starker Juli

Der Reisemonat Juni endet mit einem kleinen Umsatzplus von 1,1 Prozent. Der stärkste Reisemonat dieses Sommers bleibt zum aktuellen Buchungsstand der Juli: Er weist ein Umsatzplus von 13,4 Prozent auf und steht mit einem Umsatzanteil von 21,4 Prozent für gut ein Fünftel der bisher erzielten Gesamtumsätze des Sommers 2018. 

Der Großteil der Sommersaisonumsätze sei zum jetzigen Zeitpunkt bereits gebucht, erklärt die GfK. Nur noch neun Prozent Umsatz fehlten, um mit den Gesamtumsätzen der vergangenen Sommersaison 2017 gleichzuziehen. In stationären Reisebüros waren im Juni bereits gut ein Drittel der Gesamtumsätze (34,2 Prozent) Reisebuchungen für die Wintersaison 2018/19 und Sommersaison 2019 geschuldet. Die im Juni erzielten Sommerumsätze für die aktuelle Saison fielen bei ihnen leicht negativ aus (-1 Prozent). Im Online-Reisevertrieb mit seinem hohen Anteil kurzfristiger Buchungen hat das Sommergeschäft derzeit noch eine größere Bedeutung; es steht für 87,1 Prozent des Monatsumsatzes im Juni.

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