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1. Juli 2020 | 12:39 Uhr
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US-Behörde kritisiert Airline wegen Mittelsitz-Plänen scharf

Nachdem American Airlines angekündigt hat, die Mittelsitze in ihren Fliegern von Juli an nicht mehr freizulassen, erklärte der Direktor der Gesundheitsbehörde CDC, Robert Redfield, dies sei ein "falsches Zeichen". Der führende US-Immunologe Anthony Fauci äußerte sich ebenfalls besorgt. Andere US-Airlines wollen die Mittelsitze vorerst weiter frei lassen.

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Während die Fluggesellschaften in Deutschland und weiten Teilen Europas den freien Mittelsitzen durchgängig eine Absage erteilt haben, weil eine Kapazitätsbeschränkung auf rund zwei Drittel ihnen Verluste bescheren oder sie zu deutlich höheren Flugpreisen zwingen würde, verfolgen die Airlines in den von Corona arg gebeutelten USA zumindest vorübergehend die Strategie, zur Wahrung der Sicherheitsabstände Sitze frei zu lassen.

So begrenzt etwa Delta die Auslastung vorerst bis September auf 60 Prozent, wie das Fachportal „Travel Weekly“ berichtet. Auch der Billigflieger Southwest belegt bis September nur zwei Drittel seiner Sitze. Jet Blue und Alaska Airlines halten den Mittelsitz zumindest im Juli noch frei.

Fluggesellschaften betonen immer wieder, das enge Beieinandersitzen in Flugzeugen sei wegen hochwirksamer Filter in den Klimaanlagen und der Luftströmung, die von oben nach unten führe, unproblematisch. Es genüge die vorgeschriebene Bedeckung von Mund und Nase. Unter Virologen ist diese These allerdings nicht ganz unumstritten.

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