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4. November 2021 | 12:57 Uhr
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US-Kreuzfahrtriesen schreiben weiter tiefrote Zahlen

2,4 Milliarden bei Carnival, 1,2 Milliarden Euro bei Royal Caribbean und 733 Millionen bei Norwegian Cruise Line – die Bilanzen der drei großen US-Kreuzfahrtkonzerne für das dritte Quartal sind weiter von hohen Verlusten geprägt. Trotzdem versprühen sie Optimismus.

Norwegian Prima

Die US-Kreuzfahrtriesen, hier die Norwegian Prima, hoffen auf das nächste Jahr

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Es sind vor allem zwei Faktoren, auf denen die Hoffnungen von Carnival, Royal Caribbean und Norwegian Cruise Line beruhen. Zum einen ist da die Tatsache, dass immer mehr Schiffe den Betrieb aufnehmen. So will NCL bis zum Jahresende 17 der 28 Schiffe wieder zum Einsatz bringen, bis Ende April soll die gesamte Flotte wieder unterwegs sein. Royal Caribbean will bis zum Jahresende 50 von 61 Schiffen wieder fahren lassen. Carnival will bis Ende November 50 Schiffe mit 60 Prozent der Gesamtkapazität einsetzen, bis Juni sollen 71 Schiffe mit 75 Prozent der Flottenkapazität am Start sein.

Die Wiederaufnahme des Betriebs ist kurzfristig teuer und belastet damit die Bilanzen, aber es ist auch die einzige Möglichkeit, künftig wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Das soll nach übereinstimmenden Einschätzungen im Herbst 2022 der Fall sein, wenn bis dahin auch Destinationen wie Asien wieder geöffnet sind.

Höhere Preise als 2019

Dabei hofft die Branche vor allem auf Preisdisziplin. Frank del Rio, CEO von NCL, erklärt solides Pricing sogar zum Schlüsselelement für die künftige Erholung. Dabei müssen natürlich auch die Kunden mitspielen und bereit sein, angemessene Preise zu akzeptieren. Froh stimme ihn, dass die Kundschaft an Bord derzeit 20 Prozent mehr ausgebe als 2019, sagt der NCL-Chef.

Auch von der Royal Caribbean Group heißt es, die Kunden buchten aktuell zu höheren Preisen als 2019 und gäben an Bord Rekordsummen aus. Auch Carnival-Chef Arnold Donald berichtet bei vergleichbaren Reisen von höheren Einnahmen pro Passagier und Tag als 2019.

Christian Schmicke

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