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28. Januar 2019 | 14:41 Uhr Teilen
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US-Studie kritisiert Luftqualität auf Kreuzfahrtschiffen

Die Kreuzfahrtindustrie wird durch eine neue Studie in Aufruhr versetzt, die behauptet, dass auf dem Schiffsdeck in vielen Fälle eine zu hohe Konzentration von Feinstaub herrsche. Ryan Kennedy, der Autor der Studie und Assistenzprofessor an der Johns Hopkins University Bloomberg School of Public Health, hat nach eigener Aussage über einen Zeitraum von zwei Jahren an Bord von vier Schiffen der Reederei Carnival Partikelkonzentrationen gemessen und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass diese bisweilen der Luftverschmutzung in Städten wie Peking oder Santiago de Chile entsprächen. Dabei sei die Konzentration hinter dem Schornstein, also zum Heck des Schiffes hin, stets höher als im vorderen Bereich.

Kennedy ermittelte die Werte ohne das Wissen der Reederei, sowohl, während die Schiffe im Hafen lagen als auch während der Fahrt. Die Proben wurden an Bord der "Carnival Liberty" auf dem Weg von Florida zu den Bahamas, auf der "Carnival Freedom" zwischen Texas und der Karibik; auf der "Amsterdam" der Holland America Line unterwegs von Vancouver nach Los Angeles und an Bord der "Emerald Princess" von Princess Cruises genommen, während diese von Los Angeles nach Mexiko reiste.

"Keine wissenschaftliche Basis"

Die Reederei wies die Vorwürfe in einem Statement entschieden zurück und beschuldigte die Autoren, die Ergebnisse gefälscht zu haben. "Diese Organisation ist ständig auf der Suche nach einem Problem in unserer Industrie", zitiert der britische "Independent" das Unternehmen. Um durch aufsehenerregende Befunde an Geld zu gelangen, scheue sie sich nicht, "falsche Tests vorzunehmen, denen jede wissenschaftliche Grundlage fehlt".

Carnival erklärte bei Tests habe die Luftqualität an Bord der Schiffe "alle Anforderungen entweder erfüllt oder übertroffen". Man arbeite mit nationalen und  internationalen Organisationen wie der US-Umweltbehörde zusammen, um "die größtmögliche Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten".

 

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