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8. Dezember 2020 | 13:31 Uhr
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Veranstalter und Reisebüros bleiben kämpferisch

Lediglich knapp vier Prozent der teilnehmenden Reiseveranstalter und drei Prozent der Reisebüros sehen laut einer aktuellen Umfrage des DRV aktuell keinerlei Perspektive mehr. Eine deutliche Mehrheit hofft, trotz hoher Belastungen über die Krise zu kommen.

Insolvenz

Nur drei bis vier Prozent der touristischen Akteure werfen die Flinte ins Korn

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Rund drei Viertel der Reiseveranstalter und Reisebüros verbuchen in diesem Jahr laut der DRV-Umfrage unter 300 Reisebüros und 200 Veranstaltern Umsatzausfälle von 80 bis 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Befragt nach der aktuellen wirtschaftlichen Situation bezeichnen fast 90 Prozent der Reiseveranstalter ihre Situation als stark belastet und existenzbedrohend.

"Das zeigt wie dramatisch die Situation ist", erklärt DRV-Präsident Norbert Fiebig. Es zeige aber auch, "dass die Unternehmen der Reisewirtschaft kämpfen". "Als Licht am Ende des Tunnels würde ich bezeichnen, dass die Hälfte der Unternehmen damit rechnet, dass das Geschäft im Sommer 2021 wieder anläuft", so Fiebig.

Viele nutzen staatliche Unterstützung

Schon heute stützt sich die überwiegende Mehrheit der Unternehmen auf Überbrückungshilfen – bei Reiseveranstaltern haben 77 Prozent, im Reisevertrieb sogar 84 Prozent entsprechende staatliche Unterstützungsleistungen beantragt.

Bei den Reiseveranstaltern sind darüber hinaus KfW-Kredite mit 42 Prozent das Mittel der Wahl zur Unterstützung; bei den Reisebüros setzt lediglich ein Viertel auf geliehenes Geld vom Staat. Steuerstundungen und spezielle Hilfen der Bundesländer wurden ebenfalls bereits von den Unternehmen der Reisewirtschaft beantragt.

Weitere Hilfen "überlebenswichtig"

Um den Winter zu überstehen, benötigen die Unternehmen der Reisewirtschaft weitere Hilfen. "80 Prozent der Befragten unterstreichen, dass es ohne die Überbrückungshilfen III, die bis zum Juni des kommenden Jahres greifen, nicht gehen wird", zitiert Fiebig aus dem Branchencheck. Diese Hilfen seien "überlebenswichtig".

Über 80 Prozent der Unternehmen haben laut DRV darüber hinaus in diesem Jahr Kurzarbeit beantragt – das gilt sowohl für Reisebüros also auch für Reiseveranstalter. Sie sehen diese Notwendigkeit auch für das kommende Jahr – ebenfalls zu etwa 80 Prozent. Rund zwei Drittel der Reisebüros und Reiseveranstalter mussten außerdem bereits Personal entlassen oder müssen es voraussichtlich tun.

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