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22. Februar 2021 | 07:00 Uhr
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Veranstalter verlieren 2020 stärker als Individualreisen

Während der Umsatz mit organisierten Reisen laut DRV gegenüber um 65 Prozent zurückging, verloren individuell organisierte Reisen "nur" 43 Prozent. Der Grund für die Differenz liegt darin, dass nach dem ersten Lockdown im Frühling mehr als die Hälfte aller Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands stattfanden. Diese werden überwiegend individuell gebucht.

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Der Branchenumsatz ist auf das Niveau vor der Wiedervereinigung zurückgefallen

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Kanada Alberta Writing-on-Stone Provincial Park Foto Michael Matt

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Das Fachportal "FVW" zitiert in seinem Dossier zu den Veranstalterumsätzen des vergangenen Jahres DER-Marktforscher Werner Sülberg mit der Feststellung, das Geschäft der Veranstalter sei damit auf das Niveau von 1989 zurückgefallen – also vor der Wiedervereinigung. Auf das Gesamtjahr 2020 gerechnet, dürfte der Rückgang sogar bei fast 80 Prozent liegen, weil die ermittelten Zahlen die Bilanzen des Geschäftsjahres bis Ende Oktober wiedergeben und der Herbst und Winter durch den erneuten Lockdown für Reisen nahezu ausfielen.

Besonders hart traf es nach der Analyse der "FVW" erwartbarermaßen die Sparten Fernreise und Kreuzfahrt. Fernreisen waren 2019 laut Sülberg noch auf ein Marktvolumen von rund sieben Milliarden Euro gekommen. Durch Reisewarnungen und Quarantäneanforderungen verschwanden viele Länder komplett von der touristischen Landkarte. Wann wichtige Fernreiseziele wieder bereist werden können, ist unklar.

Und auch wann die Mehrzahl der Kreuzfahrtschiffe wieder den Betrieb aufnehmen kann, steht noch in den Sternen. Zwar starteten Hochseereedereien wie TUI Cruises, Aida, Costa, MSC und Hapag-Lloyd Cruises im Sommer in der Nord- und Ostsee und im Mittelmeer mit kleinem Aufgebot neu. Aktuell fahren indes lediglich einige Schiffe zwischen den Kanarischen Inseln. Die meisten Reedereien verschieben den Neustart weiter Monat um Monat. Der deutsche Kreuzfahrtmarkt, der laut "FVW" 2019 noch gut 5,5 Milliarden Euro umsetzte, sei "nach Schätzung von Experten um rund drei Viertel geschrumpft", meldet das Blatt.

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