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25. September 2018 | 19:15 Uhr
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Verbände DRV und VIR laufen

Lufthansa sperrt stationäre und Online-Reisebüros beim Verkauf von Billigtickets aus und erntet dafür heftige Kritik. Der DRV spricht von Diskriminierung des Fremdvertriebs, der VIR wirft dem Kranich das Verhalten eines Monopolisten vor und nennt das „skandalös“.

Von Oktober an sollen die günstigen LH-Light-Tarife ausschließlich im Direktvertrieb – also über Direct Connect oder über die Lufthansa-Website – anzubieten. In den Reservierungssystemen (GDS), mit denen die meisten Reisebüros arbeiten, sind die Billigtickets dann nicht mehr zu finden.  „Damit schränkt Lufthansa erneut die Tariftransparenz ein und wirft zum wiederholten Mal Knüppel zwischen die Beine der Reisebüros“, zeigt sich Ralf Hieke, Vizepräsident des Deutschen Reiseverbands (DRV) verärgert. „Den Preis zahlt am Ende der Kunde.“

Ins gleiche Horn bläst Michael Buller, Chef des Verbands Internet Reisevertrieb (VIR): „Lufthansa nutzt seine Monopolstellung in Deutschland zum Schaden von Wettbewerbern auf dem Markt aus“, schimpft er. „Betrachtet man die genauen Maßnahmen der vergangenen Jahre, so verfolgt Lufthansa den klaren Masterplan, mit dem der Kunde nur noch direkt auf den Vertriebskanälen des eigenen Unternehmens buchen soll“, zeigt sich Buller überzeugt. Dies sei jedoch nicht im Sinne des Kunden, der Buller zufolge Vergleichbarkeit brauche. „Alles andere ist ein Irrglaube“, so der Verbandschef.

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