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27. Mai 2020 | 15:30 Uhr
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Verbraucherschützer fordern Gratis-Stornos für Risikogruppen

Wenn die weltweite Reisewarnung durch das Auswärtige Amt Mitte Juni aufgehoben werde, müsse gesichert sein, dass ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen gebuchte Reisen wegen der Corona-Gefahr weiter kostenlos stornieren könnten. Das fordert der Vorstand der der Verbraucherzentrale Bundesverband, Michael Müller.

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Da ein Recht auf kostenlose Stornierungen nicht mehr bestehe, wenn die Reisewarnung wegfalle und der Veranstalter seine Leistung erbringen könne, müssten die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes für Risikogruppen bestehen bleiben, sagte Müller der "MDR“-Wirtschaftsredaktion. Zur Risikogruppe im Zusammenhang mit dem Coronavirus zählt das Robert-Koch-Institut Personen im Alter ab 50 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen.

Bundesaußenminister Heiko Maas will die weltweite Reisewarnung für Touristen, die seit dem 17. März gilt, ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben und durch landesspezifische Reisehinweise ersetzen. Ursprünglich sollte der Plan am Mittwoch im Kabinett diskutiert werden, doch nach Widerständen, unter anderem aus Bayern, wird die Besprechung nun auf den 3. Juni verschoben.

Sowohl die Verschiebung als auch die Frage des Stornorechts für Risikogruppen sind heikel. Denn es ist zu vermuten, dass Kunden wegen der weiteren Aktivität des Coronavirus und der vergleichsweise schlechteren gesundheitlichen Versorgung in manchen anderen Ländern gebuchte Auslandsreisen nicht antreten wollen. Beim Wegfall der Reisewarnung würde die Stornierung kostenpflichtig. Sowohl für die Veranstalter als auch für die Kunden steht bei der Frage gesonderter Stornorechte für Risikogruppen viel Geld auf dem Spiel.

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