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14. November 2021 | 19:53 Uhr
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Verbraucherschützer für Abschaffung der Vorkasse bei Flügen

Drei Viertel der Konsumenten würden für eine Abschaffung der Vorkasse-Praxis bei Airlines höhere Preise in Kauf nehmen, heißt es in einer Mitteilung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV). Vorstand Klaus Müller (Foto) fordert eine europaweite Regelung und verweist auf die fehlende Kundengeldabsicherung bei Airlines.

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VZBV-Chef Klaus Müller fordert erneut die Abschaffung der Vorkasse bei Flügen

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76 Prozent der Verbraucher zögen es vor, das Flugticket erst kurz vor Flugantritt zu zahlen, auch wenn sie für einen Beispielflug vier Prozent höheren Ticketkosten tragen müssten, teilt der Verbraucherzentrale Bundesverband auf Basis einer Umfrage mit. Eine bei Schweizer Wirtschaftswissenschaftlern in Auftrag gegebene Studie habe ermittelt, dass bei einer Umstellung der Vorkassepraxis auf Zahlung bei Flugantritt die Ticketkosten lediglich um weniger als vier Prozent steigen müssten. Die neue Bundesregierung solle sich für eine Veränderung der Vorkasse auf EU-Ebene einzusetzen, meint VZBV-Vorstand Klaus Müller.

Notfalls zuerst national

"Flugreisende sind es leid, den Airlines zinslose Kredite geben und das Risiko einer Insolvenz tragen zu müssen. Während der Coronakrise haben die Fluggesellschaften enorm an Vertrauen eingebüßt, weil sie die berechtigten Rückzahlungen an Kunden gesetzeswidrig verweigert und verzögert haben“, so Müller weiter. Die Luftfahrtbranche müsse „jetzt Vertrauen zurückgewinnen und verbraucherfreundlicher werden“. Die Veränderung der Vorkassepraxis sollte möglichst europaweit in der Luftverkehrsdienste-Verordnung (VO (EG) Nr. 1008/2008) geregelt werden, notfalls auch "erst einmal national im Bürgerlichen Gesetzbuch“, fordert der VZBV-Vorstand.

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