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5. August 2019 | 07:00 Uhr
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Warum die „Flying Clipper“ nicht in See stechen kann

Der größte Rahsegler der Welt ist zwar fertiggestellt, aber die Reederei Star Clippers und die kroatische Werft Brodosplit liegen im Rechtsstreit, weil das Schiff eigentlich schon Ende 2017 hätte ausgeliefert werden sollen. Der Clinch blockiert den Starttermin.

Flying Clipper

Flying Clipper

Immerhin: Gäste sind von der Verzögerung nicht betroffen. Denn Reeder Michael Krafft hatte stets die Devise ausgegeben, die neue "Flying Clipper" erst dann zu vermarkten, wenn der der Auslieferungstermin feststeht und der Starttermin sicher eingehalten werden kann. Eine weise Entscheidung, denn das hat zuletzt in der Kreuzfahrtbranche mehrfach nicht so geklappt wie vorhergesehen.

Für die Reederei, die derzeit drei Schiffe betreibt, ist die Angelegenheit natürlich dennoch ärgerlich. Schließlich hätte der Startschuss für den Fünfmaster, der 300 Passagieren Platz bietet, bereits Ende 2017 erfolgen sollen. Was die aktuelle Situation angeht, lassen sich beide Streitparteien nicht in die Karten schauen. Sie bestätigen lediglich auf Nachfrage, dass sie sich in einem Rechtsstreit befinden. In Medienberichten heißt es mal, die Reederei habe den Vertrag gekündigt, mal wird kolportiert, die Werft habe dies getan. Und auch auf die Frage, ob Star Clipper das Schiff noch haben will, gibt es keine Antwort.

Am wahrscheinlichsten ist wohl, das vor Gericht darüber gefeilscht wird, welche Summe Star Clipper der Reederei für die Übernahme des Schiffes noch zahlen müsste. Denn Verzögerungen mindern natürlich den Kaufpreis – die Frage ist nur, um welchen Betrag. Und so wartet der 162 Meter lange Segler weiterhin auf unbestimmte Zeit auf seinen ersten "echten" Einsatz.

Christian Schmicke

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