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23. Februar 2026 | 21:03 Uhr
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Was Andreas Rüttgers über sein Aus bei Schauinsland sagt

Mit dem Abschied von Touristikchef Andreas Rüttgers, der zuletzt Marketing, Hoteleinkauf und Produktentwicklung leitete, endet bei Schauinsland Reisen eine 32-jährige Ära. Im Gespräch mit der WAZ spricht Rüttgers von bewegenden Reaktionen, äußert sich aber nicht zu konkreten Gründen.

Rüttgers Andreas

Die konkreten Gründe für Andreas Rüttgers Abschied von Schauinsland bleiben unklar

Die Nachricht kam überraschend: Andreas Rüttgers verlässt Schauinsland Reisen, wie Reise vor9 bereits berichtete, nach 32 Jahren. Das Unternehmen und der langjährige Touristikchef hätten sich einvernehmlich getrennt, hieß es. Zu den Hintergründen äußerte sich der Veranstalter nicht. Noch im November 2025 hatte Schauinsland ihn als Teil der erweiterten Führungsebene und als "zentralen Stabilitätsfaktor" bezeichnet"

Persönliche Worte zum Abschied

Gegenüber der WAZ (Abo) äußerte sich Rüttgers selbst öffentlich. "Ich versuche das noch zu realisieren. Ich hab’ die Information auch erst seit vorgestern", sagte er. Die vielen Nachrichten hätten ihn sehr berührt. "Im Moment überwiegt noch das Gefühl über das Feedback, das ich bekommen habe."

Rüttgers war Mitarbeiter Nummer 17. Damals zählte Schauinsland 50.000 Gäste im Jahr. Im Touristikjahr 2024/25 waren es nach Unternehmensangaben 2,05 Millionen Kunden bei weltweit 1.800 Mitarbeitenden. "Das ist etwas, das einen prägt", sagte er der Zeitung rückblickend.

Stolz sei er weniger auf das Erreichte als auf den Weg dorthin. Man habe mit "Partnerschaft, Ehrlichkeit, Vertrauen, ohne Ellenbogen" gearbeitet. Als Beispiel nennt er einen gewonnenen Steuerprozess 2019, nach dem die Belegschaft an einer Rückzahlung beteiligt werden sollte. Während der Corona-Krise verzichteten die Mitarbeiter geschlossen auf die Auszahlung. "Das ist das, was uns über Jahrzehnte ausgemacht hat." Seit dem 18. Februar arbeitet Rüttgers nicht mehr für das Unternehmen.

Strategische Neuaufstellung – der Grund?

Ob und falls ja wie die Beendigung der Zusammenarbeit mit der grundlegenden Umstrukturierung in der Führungsspitze des Unternehmens steht, geht aus den zitierten Aussagen von Rüttgers nicht hervor. Dass er zum Zeitpunkt des Gesprächs nach eigenen Worten erst kurz über seinen Abschied informiert war, deutet auf eine eher kurzfristige Wende in Gesprächen über die Zukunft hin.

Dafür spricht auch, dass Rüttgers über seine eigene berufliche Zukunft nach eigenen Worten noch nicht entschieden hat. Angebote habe es gegeben, aber: "Ich habe nie einen Gedanken daran verschwendet", sagt er.

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