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26. Januar 2026 | 14:33 Uhr
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Weltweiter Tourismus wächst 2025 um vier Prozent

Der internationale Tourismus ist 2025 weiter gewachsen. UN Tourism zählt weltweit rund 1,52 Milliarden internationale Ankünfte, ein Plus von vier Prozent gegenüber 2024. Für 2026 erwartet die Tourismusorganisation der Vereinten Nationen ein weiteres Wachstum von drei bis vier Prozent.

Wachstum Aufschwung Foto iStock Serhii Brovko

Der internationale Tourismus wächst weltweit weiter

Weltweit wurden laut UN Tourism mit 1,52 Milliarden internationalen Ankünften etwa 60 Millionen mehr registriert als 2024. Das Plus von vier Prozent liegt im Korridor der Prognose, die UN Tourism Anfang 2025 mit drei bis fünf Prozent angegeben hatte. Die Nachfrage sei trotz höherer Preise für touristische Dienstleistungen und geopolitischer Herausforderungen robust geblieben, habe sich zum Jahresende aber etwas abgeschwächt, heißt es.

Europa bleibt stärkste Zielregion

Europa bleibt die größte Zielregion. UN Tourism zählt dort 793 Millionen internationale Ankünfte, vier Prozent mehr als 2024 und sechs Prozent mehr als 2019. Westeuropa legte demnach um fünf Prozent zu, Süd- und Mittelmeer-Europa um jeweils drei Prozent. Zentral- und Osteuropa wuchsen zwar um sechs Prozent, lagen aber weiterhin um neun Prozent unter dem Stand von 2019. Die stärksten Zuwächse in Europa registrierten laut UN Tourism Island mit plus 29 Prozent sowie unter anderem Norwegen und Zypern im zweistelligen Bereich.

Brasilien führt, Afrika wächst am stärksten

Auf dem amerikanischen Kontinent stieg die Zahl der Ankünfte 2025 insgesamt nur um ein Prozent auf 218 Millionen. Südamerika wuchs indes deutlich stärker. Brasilien meldete für das Gesamtjahr ein Plus von 37 Prozent und war damit laut UN Tourism der stärkste Zuwachsträger weltweit. Guyana kam auf plus 24 Prozent.

Afrika verzeichnete mit acht Prozent den kräftigsten regionalen Zuwachs. Nordafrika wuchs um elf Prozent. Marokko, nach UN-Tourism-Angaben Afrikas größte Destination, begrüßte 2025 14 Prozent mehr internationale Gäste und näherte sich der Marke von 20 Millionen Ankünften. Südafrika legte um 19 Prozent zu, die Seychellen um 13 Prozent.

Asien-Pazifik holt weiter auf, Naher Osten über Vorkrisenniveau

Asien und der Pazifik wuchsen 2025 um sechs Prozent auf 331 Millionen internationale Ankünfte. Die Regionen erreichten damit 91 Prozent des Vorkrisenniveaus. In Nordostasien stieg die Summe der Ankünfte um 13 Prozent. Bhutan verzeichnete plus 30 Prozent, Japan und Sri Lanka jeweils plus 17 Prozent, die Republik Korea plus 15 Prozent.

Der Nahe Osten meldete drei Prozent Wachstum und lag damit um 39 Prozent über dem Niveau von 2019. Ägypten kam laut UN Tourism auf plus 20 Prozent, Jordanien auf plus 12 Prozent.

Einnahmen steigen schneller als Ankünfte, Ausblick vorsichtig positiv

UN Tourism berichtet zudem von starkem Wachstum bei den Tourismuseinnahmen. Die internationalen Tourismuserlöse werden für 2025 auf 1,9 Billionen US-Dollar geschätzt, fünf Prozent mehr als 2024. Die gesamten Exporterlöse aus Tourismus inklusive Passagiertransport beziffert UN Tourism auf 2,2 Billionen US-Dollar.

Für 2026 erwartet die Organisation ein weiteres Wachstum der internationalen Ankünfte um drei bis vier Prozent, getragen von solider Nachfrage, besserer Flugkonnektivität und zunehmenden Auslandsreisen aus Schwellenmärkten. Risiken sieht UN Tourism vor allem in geopolitischen Spannungen, wirtschaftlichen Faktoren und weiter steigenden Reisekosten.

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Christian Schmicke

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