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17. November 2022 | 17:02 Uhr
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Wie die Global Dream zum Familienschiff werden soll

Einst für bis zu 9.500 Passagiere als Glücksspielschiff für den asiatischen Markt konzipiert, soll der zu drei Vierteln fertiggestellte Kreuzer künftig mit maximal 6.000 Gästen unter neuem Namen als Familienschiff für Disney Cruise Line unterwegs sein. Der Start ist für 2025 geplant.

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Disney Cruise Line lässt die Global Dream zu Ende bauen

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Disney Cruise Line bestätigte am Donnerstag den Kauf des Schiffes, das ursprünglich für die Reederei-Tochter Dream Cruises des insolventen Konzerns Genting Hong Kong zum Einsatz kommen sollte und als Glücksspielschiff für den asiatischen Markt eingeplant war. Nun soll der Kreuzer nach Unternehmensangaben "den Zauber eines Disney-Cruise-Line-Urlaubs zu neuen weltweiten Zielen bringen". Das Schiff werde umbenannt, in "einigen Bereichen" unter der Leitung der "Walt Disney Imagineers" überarbeitet und solle im Jahr 2025 in See stechen, heißt es.

Obwohl nun für deutlich weniger Passagiere geplant als ursprünglich gedacht, wird es für Disney Cruise Line das bisher kapazitätsstärkste Schiff sein. Zum Vergleich: Die im Juni ausgelieferte Disney Wish ist für 4.000 Passagiere ausgelegt. Das neue Schiff, das außerhalb der Vereinigten Staaten beheimatet sein werde, biete "innovative Disney-Erlebnisse zusammen mit der einzigartigen Unterhaltung, der erstklassigen Gastronomie und dem legendären Gästeservice, die Disney Cruise Line auszeichnen", teilt das Unternehmen mit. Das Äußere des Schiffes werde in den "typischen, von Micky Maus inspirierten Farben der Flotte gehalten sein", inklusive der charakteristischen roten Schornsteine.

Hunderte Arbeitsplätze vorerst gesichert

Man plane, das Schiff als "voraussichtlich eines der ersten in der Kreuzfahrtbranche" mit umweltfreundlicherem Methanol anzutreiben, heißt es weiter.Kreuzfahrtberater Thomas P. Illes weist indes gegenüber dem Schweizer Portal Travel News darauf hin, dass es wichtig sei, dass es sich bei dem Treibstoff wirklich um grünes Methanol aus nachhaltiger Produktion handele und dass der Treibstoff in genügender Menge in jenen Regionen, wo das Schiff verkehren sollten, verfügbar sein werde. Aktuell seien es es weniger technische als logistische Hürden der Versorgungssicherheit mit emissionsarmen alternativen Treibstoffen, die die Schifffahrt auf einem schnelleren Weg zur Dekarbonisierung auszubremsen drohten, so der Experte.

Für die restlichen Bau- und Umbauarbeitern hat der Insolvenzverwalter der MV Werften das Gelände, das sich Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) gesichert hatte, bis Ende 2023 zurückgemietet. Für die letzten Arbeiten soll die Global Dream von 2024 an auf das Ausrüstungskai umziehen. Dann ist die Zeit der Kreuzfahrtschiffe dort endgültig abgelaufen: TKMS will in Wismar U-Boote bauen.

Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern plant, die Transfergesellschaft der MV-Werften um zwei Monate zu verlängern. Das bedeutet, dass diese noch bis Ende Januar 2023 laufen soll. Wie viele der 900 Beschäftigten aus der Transfergesellschaft anschließend übernommen werden, ist indes noch unklar.

Christian Schmicke

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