Im August profitierten Reisebüros und Onlineportale noch einmal von kurzfristigen Sommerbuchungen. Die Buchungseingänge für die laufende Saison lagen beim Umsatz elf Prozent über Vorjahr. Am Gesamtstand änderte das wenig: Sommer 2026 bleibt bei plus vier Prozent Umsatz und zwei Prozent mehr Reisenden.
98 Prozent des gesamten Vorjahresumsatzes sind bereits erreicht. Last-Minute-Buchungen machten im August 15 Prozent des Monatsumsatzes aus, kurzfristige Herbstreisen 43 Prozent. Damit entfiel mehr als die Hälfte des August-Umsatzes noch auf die laufende Sommersaison.
Winter verliert wieder an Schwung
Anders entwickelt sich der Winter 2026/27. Nach zwei Monaten mit positiven Buchungseingängen lagen die Umsätze im August wieder um drei Prozent unter Vorjahr. Kumuliert beträgt das Minus zwei Prozent beim Umsatz und sechs Prozent bei den Reisenden. Ende Mai hatte der Umsatzrückstand noch sieben Prozent betragen.
"Wir sehen bei Winterurlauben eine gewisse Buchungszurückhaltung im Markt", sagt TDA-Manager Roland Gassner. Besonders betroffen seien klassische Zweiturlaube mit einer Dauer von acht bis 14 Tagen. Bei Familien falle der Rückgang stärker aus als bei Paaren und Alleinreisenden.
Fernreisen belasten die Bilanz
Zusätzlichen Druck bringen Fernreisen, auf die bislang knapp jeder vierte Winter-Umsatz-Euro entfällt. Ihr Umsatz liegt um zehn Prozent unter dem des Vorjahres.
Die Malediven, Thailand und Dominikanische Republik bewegen sich bei Veranstalterreisen nur leicht über oder unter dem Vorjahresniveau. Deutlich schwächer sind die Vereinigten Arabischen Emirate mit minus 52 Prozent und die USA mit minus 28 Prozent. Für die USA ist es bereits der zweite Winter in Folge mit nachlassender Nachfrage aus Deutschland.
Christian Schmicke
