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3. Dezember 2020 | 07:00 Uhr
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Winterschlaf kommt für Hapag-Lloyd Cruises nicht in Frage

„Wir werden eine Renaissance der Kreuzfahrt sehen“, sagt Karl Pojer, Chef der Luxusreederei. Er glaubt, im Frühjahr wieder in den normalen Fahrplan einsteigen zu können. Wegen der Signalwirkung sei es aber auch jetzt wichtig, Kreuzfahrten durchzuführen, auch wenn es dabei nur um Verlustminimierung gehe.

Pojer Karl Hapag-Lloyd Cruises Geschäftsführer

Karl Pojer, Chef der Luxusreederei Hapag-Lloyd Cruises, glaubt an eine schnelle Erholnung der Kreuzfahrt

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„Schiffe gehören aufs Wasser“, sagt Pojer im Interview mit dem österreichischen Counter-Magazin CC VIP. „Winterschlaf kommt für uns nicht in Frage. Wir lernen auch aus unseren Erfahrungen, die wir jetzt machen, für später. Und wir haben in diesem Jahr 4.000 Passagiere glücklich gemacht.“

Mit den vorgeschriebenen PCR-Tests und den Einschränkungen an Bord hätten die Gäste keine Probleme. „Menschen, die sich heute entscheiden zu reisen, wissen, was sie erwartet, und sie sind sehr diszipliniert.“ Auf den Hapag-Schiffen gebe es ohnehin mehr Platz als auf anderen. Zudem sei die Auslastung auf 60 Prozent beschränkt.

Pojer sieht Lust auf Kreuzfahrten ungebrochen

Ein größeres Problem seien die Destinationen. „Jeden Morgen sitzen wir im Team zusammen und passen unsere Routenpläne der aktuellen Situation an“, sagt Pojer. Zurzeit fahren die „Europa 2“ und die „Hanseatic Inspiration“. Im Frühjahr soll die gesamte Flotte wieder unterwegs sein.

Pojer glaubt, dass „die Lust auf Kreuzfahrt ungebrochen ist und es einen großen Nachholbedarf geben wird“. Er geht von einer raschen Erholung aus. „Wenn ich mir die Vorausbuchungen für das zweite Halbjahr 2021 anschaue, dann liegt das schon jetzt nur ein paar Prozent unter dem Stand des vergangenen Jahres – also vor Corona.“

Wechsel zu TUI Cruises ohne Auswirkungen auf den Vertrieb

Dass Hapag-Lloyd Cruises seit ein paar Monaten Teil von TUI Cruises sei, ändere für Reisebüros und die Kunden nichts, sagt Pojer. „Wir setzen auch in Zukunft auf diese Zusammenarbeit auf Augenhöhe.“ Zwar generieren nur rund 100 Top-Partner die Hälfte des Hapag-Umsatzsatzes. „Aber wir arbeiten mit sehr viel mehr Büros zusammen“, so Pojer. „Auch wenn sie nur drei oder vier Buchungen im Jahr bringen, können und wollen hier auf niemanden verzichten.“

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