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27. Mai 2021 | 15:06 Uhr
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Wirtschaftsverbände fordern Aufhebung von Einreiseverboten

Die Bundesregierung  müsse die bestehenden Reiseverbote mit Drittstaaten auf Basis der Empfehlung des Europäischen Rates zügig aufheben, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des Industrieverbandes BDI, des touristischen Dachverbands BTW, des Luftfahrtverbandes BDL und des DRV.

Coronavirus Flughafen Stoppschild Symbolfoto Foto iStock BrasilNut1.jpg

Die Einreiseverbote für Besucher aus Drittstaaten sollen möglichst schnell fallen, fordern Wirtschaftsverbände

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Mit der Empfehlung des Europäischen Rates, angesichts des Fortschritts bei Impfkampagnen und Teststrategien auch für private Reisen die Einreiseverbote mit Drittstaaten wieder aufzuheben, bestehe jetzt die Möglichkeit, den internationalen Reiseverkehr deutlich zu erleichtern, unterstreichen die Verbände. Die Mitgliedsstaaten seien "aufgefordert, diese Empfehlung umzusetzen". "Damit Deutschland im Reiseverkehr nicht hinterherhinkt, ist rasches Handeln der Bundesregierung erforderlich", erklären die Lobbyvertreter.

In Spanien, Griechenland, Italien und der Türkei erhole sich der Luftverkehr bereits deutlich, merken die Verbände an. Dort würden im August wieder 80 bis 100 Prozent des August-Reiseverkehrs auf Vorkrisen-Niveau erwartet. Auch Nachbarländer wie die Niederlande, Frankreich und Österreich erreichten im Hochsommer ein Verkehrsvolumen, das rund 80 Prozent des Reiseaufkommens im Jahr 2019 entspreche. In Deutschland hingegen gingen die Flugpläne davon aus, im August lediglich 63 Prozent des Flugverkehrs zu erreichen. Für den Zeitraum von Mai bis August würden an den deutschen Flughäfen nur 44 Prozent des Angebots von 2019 möglich sein.

Ende der pauschalen Quarantänepflicht

Die Befreiung von pauschalen Quarantäneverpflichtungen auf Basis einer gut zu kontrollierenden Teststrategie sowie für Geimpfte und Genesene sei "ein wichtiger Schritt in Richtung einer stärkeren Ausrichtung von Reisebestimmungen am tatsächlichen Infektionsgeschehen“, heißt es in dem Schreiben weiter. Zur Vereinfachung des Reisegeschehens seien im Verkehr mit Drittstaaten digitale Lösungen für den Nachweis von Impfungen, Genesung und Tests nötig. Bei der geplanten Umsetzung des europäischen grünen Passes solle von Beginn an "Interoperabilität" angestrebt werden, damit mittelfristig auch eine Lösung für den Verkehr mit Nicht-EU-Staaten möglich werde.

Zudem fordern die vier Verbände, die pauschale Testpflicht vor Abflug nach Deutschland auf jene Flugreisende zu beschränken, die aus einem Risikogebiet einreisen. Das Festhalten an der pauschalen Testpflicht für alle Reisenden sei bei der Einreise aus Nicht-Risikogebieten unverhältnismäßig, da sie Prozessabläufe im internationalen Luftverkehr unnötig verkompliziere, argumentieren sie.

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