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5. April 2021 | 07:00 Uhr
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Februar bringt ersten Buchungsanstieg für den Sommer

Auch wenn die Reisewarnung für die Balearen erst Mitte März aufgehoben wurde, zeigt sich schon im Februar ein erkennbarer Buchungszuwachs, so die Auswertung von Travel Data + Analytics (TDA). Der Buchungsstand bleibt jedoch auf einem „insgesamt niedrigem Niveau“, so die Analysten.

TDA Februar Foto Travel Data + Analytics.png

Der Umsatz für die Sommersaison 2021 lag laut TDA-Analyse für den Februar kumuliert 76 Prozent unter dem Vorjahr – nicht bereinigt um die später ausgefallenen Urlaubsreisen. Für die noch laufende Wintersaison ergaben sich im Februar Negativumsätze, weil Reisestornierungen das Neubuchungsaufkommen übersteigen, kumuliert minus 92 Prozent.

„Offenbar haben sich im Verlauf des Februars leichte Hoffnungen auf einen ersten Urlaub zu Ostern breitgemacht“, so die Marktforscher in ihrer Analyse. Das Buchungsaufkommen für die Abreisemonate März und April habe zum Vormonat umsatzanteilig um fünf Prozentpunkte zugelegt.

Die Mehrheit der Urlauber setze auf spätere Reisen. Fast die Hälfte des Buchungsumsatzes im Februar entfalle auf den Herbst. Entsprechend wiesen die Umsatzbilanzen der Reisemonate September mit minus 36 Prozent und Oktober mit minus 22 Prozent vergleichsweise geringe Verluste im Vorjahresvergleich auf.

Ansteigend präsentierten sich vor allem die Frühbucher für die kommende Wintersaison 2021/22, so die TDA-Analysten. Ihr Umsatzanteil von 21 Prozent entspreche zum Vormonat einem Zuwachs von drei Prozentpunkten. Allerdings erreichten auch die Frühbucherumsätze noch lange nicht das Vor-Corona-Niveau. Sie lägen zum aktuellen Buchungsstand kumuliert 49 Prozent unter Vorjahr.

An den Buchungspräferenzen der Urlauber für den kommenden Sommer ändert sich laut TDA wenig. Bei den Veranstalterreisen seien Reiseziele im östlichen Mittelmeer mit einem Umsatzanteil von 37 Prozent am meisten gebucht, gefolgt von Urlaubsregionen im westlichen Mittelmeer mit 22 Prozent. Erdgebundene Reisen hätten im Vergleich zum Vormonat zugelegt. Entsprechend präsentierten sich Deutschland und Österreich für den kommenden Sommer mit vergleichsweise unterdurchschnittlichen Rückgängen.

Die TDA-Experten bleiben dennoch vorsichtig: „Die bis dato aufgelaufenen Verluste im hohen zweistelligen Bereich werden selbst durch ein möglicherweise noch anziehendes Kurzfristgeschäft kaum zu kompensieren sein.“

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