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24. Mai 2018 | 15:46 Uhr
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Geschäftsreisen machen produktiv

Das glauben jedenfalls die Reisenden selbst. 35 Prozent der Mitarbeiter sind nach eigener Einschätzung unterwegs sogar produktiver als an einem normalen Arbeitstag im Betrieb. Das geht aus der Studie "Chefsache Business Travel 2018" des DRV hervor. Den Zuwachs an Produktivität schätzten die Befragten auf durchschnittlich fünf Prozent. Knapp jeder fünfte Befragte gab sogar an, dass der Output unterwegs um mehr als 21 Prozent über dem liege, was im Büro geleistet worden wäre.

Bei den 18- bis 34-Jährigen ist die Produktivität auf Geschäftsreisen nach eigener Einschätzung besonders hoch: Fast die Hälfte ist demnach in Hotel, Bahn und Flugzeug produktiver als am Arbeitsplatz. Auch 42 Prozent derjenigen, die mehr als drei Geschäftsreisen pro Monat unternehmen, empfinden sich auf Reisen leistungsstärker als im Büro.

Für die Produktivität ist nach Angaben der befragten Reisenden neben guten Arbeitsbedingungen wie beispielsweise einem stabilen Internetzugang während der Reise (89 Prozent) und der technischen Ausstattung (86 Prozent) vor allem die Wahl des Verkehrsmittels entscheidend. 90 Prozent der Befragten gaben an, dass das Fortbewegungsmittel starken oder eher starken Einfluss auf die Arbeitsleistung habe und daher nicht nur unter Kostengesichtspunkten ausgewählt werden sollte.

Bei der Buchung sollte Wert darauf gelegt werden, dass  die Reisezeit möglichst effizient genutzt werden kann. Für einen W-Lan-Zugang im Flugzeug beispielsweise würden 41 Prozent der Befragten sogar extra zahlen. Um das Fliegen effizienter zu machen, würden 38 Prozent der Geschäftsreisenden auch für einen Quick Check-in zahlen. Denn lange Wartezeiten zu vermeiden, erhöht für 42 Prozent der Befragten die Produktivität deutlich. Wenn das Warten, beispielsweise durch Umsteigen, unvermeidbar ist, wünschen sich 60 Prozent der Geschäftsreisenden einen standardmäßigen Lounge-Zugang – auch wenn sich dadurch der Gesamtpreis des Flugs erhöhen würde.