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12. August 2026 | 15:38 Uhr
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Neue Technik soll Easyjets Kerosinverbrauch senken

Easyjet will mit einer digitalen Betankungsplattform unnötig mitgeführtes Kerosin vermeiden. Piloten können die benötigte Menge künftig elektronisch anfordern und die Lieferung direkt bestätigen. Präzisere Daten sollen Gewicht, Verbrauch und Kosten senken.

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Easyjet will mit digitalen Analysen den Kersosinverbrauch senken

Jedes zusätzliche Kilogramm an Bord kostet Kerosin. Easyjet setzt deshalb nach eigenen Angaben bei einem Prozess an, der an vielen Flughäfen noch mit Papierdokumenten und manueller Dateneingabe funktioniert. Gemeinsam mit dem Luftfahrttechnologieanbieter i6 Group führt die Airline die Plattform "E-Handshake" ein.

Piloten übermitteln damit elektronisch, wie viel Kraftstoff sie für einen Flug einschließlich der vorgeschriebenen Reserven benötigen. Die tatsächlich gelieferte Menge wird anschließend ebenfalls digital bestätigt. Ziel ist, genauer zu tanken und Sicherheitsreserven nicht unnötig zu überschreiten.

Alle Tankdaten in einem System

"E-Handshake" wird in die von Easyjet bereits genutzte Plattform E-Techlog integriert. Dort werden die geplante, angeforderte, gelieferte und bestätigte Kraftstoffmengen erfasst. So entsteht für jeden Tankvorgang ein Datensatz, der sich auch für Analysen, Kontrollen und die Rechnungsprüfung nutzen lässt.

Auch die Abläufe am Boden sollen schneller werden. Tankdienstleister erhalten die Bestellung bereits, bevor sie das Flugzeug erreichen. Das könne Rückfragen vermeiden und Verzögerungen bei der Abfertigung verringern, so die Begründung. Gleichzeitig sollen durch den digitalen Prozess jährlich rund 600.000 Blatt Papier entfallen.

Weniger Reservegewicht an Bord

Der entscheidende Effekt liegt für Easyjet allerdings beim Gewicht. Präzisere Daten sollen verhindern, dass Flugzeuge mehr Kraftstoff mitführen als für Strecke und vorgeschriebene Reserven erforderlich. Weniger Gewicht bedeutet einen geringeren Verbrauch. Easyjet beziffert das mögliche Einsparpotenzial auf rund 10.000 Tonnen CO₂ jährlich. Hinzu kommen niedrigere Kerosinkosten.

Die Einführung erfolgt schrittweise. Zunächst soll die Plattform in etwa der Hälfte des Easyjet-Streckennetzes eingesetzt werden. Innerhalb von drei Jahren sollen rund 90 Prozent der Destinationen angeschlossen sein.

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