Wildy Ness entwickelt naturbasierte Reiseangebote in Tunesien und bindet lokale Gemeinschaften eng ein. Ziel ist es, Einkommensmöglichkeiten in ländlichen Regionen zu schaffen und zugleich das Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutz zu fördern.
Die Initiative setzt auf Outdoor- und Abenteuerprogramme, die Ökosysteme respektieren und lokale Strukturen stärken. Menschen vor Ort übernehmen Planung, Guiding und Gastgebertätigkeit. So bleiben die touristischen Einnahmen in der Region und fließen direkt in die soziale Entwicklung.
Trekking als Hebel für Gleichberechtigung
Der zweite Preisträger, 3 Sisters Adventure Trekking aus Nepal, richtet den Fokus auf Geschlechtergerechtigkeit. Die Organisation bildet Frauen zu Trekkingguides aus und verschafft ihnen Zugang zu Beschäftigung in einem traditionell männerdominierten Sektor.
Nach eigenen Angaben konnten so bereits Hunderte Frauen finanzielle Unabhängigkeit und berufliche Perspektiven gewinnen. Das Unternehmen verbindet qualitativ hochwertige Trekkingangebote mit fairen Arbeitsbedingungen und nachhaltiger Entwicklung im Himalaya-Raum.
Preisverleihung auf der ITB
Claudia Mitteneder, Geschäftsführerin des Studienkreises für Tourismus und Entwicklung, betont, nachhaltiger Tourismus entstehe nur dann, wenn die Menschen in den Destinationen profitierten und alle gesellschaftlichen Gruppen einbezogen würden. Wildy Ness und 3 Sisters zeigten eindrucksvoll, wie Tourismus zu Empowerment, Gleichberechtigung und langfristiger Entwicklung beitragen könne.
Die Preisverleihung findet am 3. März 2026 um 18 Uhr auf der Green Stage in Halle 7.1b der ITB Berlin statt. Anschließend ist ein Networking-Empfang geplant.
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